S-Bahn Rhein Main: Industriebahnhöfe auslassen

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Beschreibung des Vorschlags

Die S-Bahn Rhein Main bildet besonders für Pendler im Gebiet das Rückgrat des ÖPNV, und bindet daher auch einige Industriestandorte recht gut an. Für Pendler, die dorthin wollen ist das natürlich eine super Sache, weniger super ist das aber zu schwachen Verkehrszeiten und and Wochenenden, wo die Züge trotz gähnender Leere wie üblich dort halten. Für Fahrgäste die zu diesen Zeiten unterwegs sind ist das, mit Gelinde gesagt, etwas nervig.

 

An den folgenden mehr oder weniger reinen Industriebahnhöfen schlage ich daher folgende Veränderungen vor:

Höchst Farbwerke: NVZ(Nebenverkehrszeit) – nur S2

Wochenende: garnicht (bzw. maximal 1 Halt stündlich)

Rüsselsheim Opelwerk: NVZ – nur S8

WE: garnicht

Mainz Nord:

WE: garnicht

Wiesbaden Ost: NVZ – S9 nicht

WE: S9 nicht

 

Langen Flugsicherung habe ich erstmal gelassen, da ich davon ausgehe, dass hier mehr oder weniger 24/7 gearbeitet wird. Falls der Bahnhof Mainz-Schott den Nordbahnhof ersetzt sollten die Veränderungen natürlich rückgängig gemacht werden. Außerdem ist Wiesbaden-Ost (auch heute, weshalb ich eher gnädig war) als möglicher Umstiegsbahnhof nicht uninteressant; beispielsweise könnte im Falle einer Reaktivierung der Aartalbahn weider drüber nachdenken, die S9 dort halten zu lassen.

 

Mir ist klar, dass das ganze in gewissen Maßen den Sinn einer S-Bahn entgegenwirkt. Ich bin auch klar gegen sogenannte Express S-Bahnen oder ähnlicher solcher Unsinn. Als Ortskündiger kann ich aber sagen, dass manche Halte wirklich nicht sein müssen – beispielsweise habe ich so weit ich weiß am Wochenende noch nie jemand beim Opel einsteigen gesehen, und bin mir auch nicht sicher, ob man von dort überhaupt zur Straße rauskommt.

Betrieblich ist das ganze natürlich etwas ungewohnt, aber solange man die Ein/-Abfahrtszeiten beim Citytunnel nicht verändert dürfte es denke ich gehen. Große Fahrzeitverkürzungen wird man natürlich nicht bekommen, aber schaden dürfte es denke ich so gut wie keinen. Mir geht es zT auch darum, die Folgen von Gateway Gardens (meiner Meinung nach eine ziemliche Geldverschwendung, aber gut) etwas abzuschwächen.

Nachteilig wären eventuell die dadurch entstehenden leicht unreine Takte auf den Außenästen, was ich aber nicht schlimm finde.

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5 Kommentare zu “S-Bahn Rhein Main: Industriebahnhöfe auslassen

  1. Wo ist denn ein Vorteil darin? „Für Fahrgäste die zu diesen Zeiten unterwegs sind ist das, mit Gelinde gesagt, etwas nervig.“ sehe ich nicht als stichhaltige Begründung an. Wie du schon sagst, sind Fahrzeitverkürzungen eh nicht/kaum zu erwarten, da die Züge ja häufig in Taktsysteme/Anschlüsse eingebunden sind. Und selbst wenn: Sind die zwei Minuten, die man da spart, wirklich so ein großer Gewinn?

    1. Natürlich hat das ganze keinen Sinn, wenn dafür der ganze Fahrplan neugemacht werden muss – man müsste sich das alles genauer anschauen. Ich hatte mir eigentlich gedacht, dass das gerade in der schwachen Verkehrszeit wegen der geringeren Streckenasulastung nicht so schwierig sein dürfte (in anderen Orten sind Teilzeithalte ja auch nichts besonderes), aber du hast Recht, es wird in einigen Fällen uU nicht gehen. Anschlusstechnisch dürften die paar Minuten nur wenig ausmachen, da bekommt man höchstens noch den früheren Bus.

      Klar wäre es ein recht kleiner Fahrzeitgewinn, aber für vielleicht paar Tausend Planungskosten und keine sonstigen Investitionen, warum nicht? Durch längere Wendezeiten wärs betrieblich vermutlich auch vorteilhaft.

      1. Naja klar müssen da extra Fahrpläne erstellt werden, extra Trassen beantragt werden etc. Wie stellst Du Dir das denn sonst auch vor? Einfach durchfahren ohne irgendwelche Änderungen wird’s wohl nicht spielen, das muss ja DB-Netz auch wissen dass die Züge an den genannten Betriebsstellen nur in der Zeit von a bis b und x bis y Uhr halten. Oder was stellst Du Dir da für ne andere Möglichkeit vor? Mir ist da nichts anderes bekannt. Zusätzlich ist das dann auch nur mehr eingeschränkt Taktverkehr, ergo kann in der Übergangszeit ein konkurrierendes EVU ne Trasse beantragen und damit den ganzen durchgehenden Verkehr ziemlich durcheinanderbringen. Was an längeren Wendezeiten soooo viel wirtschaftlicher ist wird sich mir wohl so schnell nicht mehr erschliessen, ist aber auch egal.

        Unabhängig von dem ganzen ist’s für die Beförderungsfälle auch verwirrend wenn gewisse Halte nur noch zeitweise bedient werden. Mag sein dass ich da bissel radikal bin aber entweder man hält mit ner Linie an nem Halt oder man lässt es. So halbe Sachen kommen nie gut an, vor allem in der heutigen Zeit wo die meisten Leute scheinbar nichtmal mehr nen klassischen Fahrplan lesen können, wie ich erst vor kurzem in meiner eigenen Familie erkannt habe.😂

        1. Gut, das ganze ist wohl doch nicht so einfach, wie ich dachte. Falls irgendwann eh ein neuer Fahrplan kommt könnte man das vielleicht einfach mitändern, aber mir fehlt es ehrlich gesagt einfach an Fachwissen um zu beurteilen, was alles (nicht) geht. Wenn’s doch so schwierig wird wird mans wohl lassen müssen.
          Die längeren Wendezeiten wären dachte ich im Verspätungsfall evtl vorteilhaft, Geld sparen wird man damit nicht (außer vielleicht paar Cent Stromkosten durch das eingesparte Beschleunigen und Abbremsen, aber gut). Zu deiner Grundhaltung kann ich nur sagen, dass solche Regelungen für mich eigentlich überhaupt nicht ungewöhnlich wirken, aber da habe ich wohl einfach andere Erfahrungen. Naheliegend wären beispielsweise die verschiedenen zeitlichen Begrenzungen bei der S-Bahn Rhein-Neckar, die auch alle vernünftig wirken.

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