S-Bahn Rhein-Ruhr: Nordrand-S-Bahn | Wesel – Hamm (Westf.)

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Beschreibung des Vorschlags

Für eine Metropolregion, besitzt das Rhein-Ruhr-Gebiet ein vergleichsweises schlechtes S-Bahn-Netz. Vor allem die Randbereiche werden sehr schlecht bedient. Daher fände ich eine Nordrand-S-Bahn sehr interessant.

Besonderheiten:

– Der Haltepunkt Hünxe übernimmt auch gleichzeitig die Versorgung für die Stadtteile Drevenack und Krudenburg. Entsprechende Buslinien sollten auf die S-Bahn-Fahrzeiten angepasst werden.

– Für Schermbeck habe ich einen Stadttunnel mit zentralem Haltepunkt vorgesehen, aus folgenden Gründen. Die alte Bahntrasse Wesel – Dorsten ist in Schermbeck stark überbaut und nicht mehr nutzbar. Die Trasse nördlich oder südlich an Schermbeck vorbei zu führen wäre eine Alternative, allerdings eher suboptimal, da das Stadtzentrum so mehrere Kilometer entfernt wäre.

– Auch für Datteln habe ich einen Tunnel vorgesehen, welcher gleichzeitig den Dortmund-Ems-Kanal unterqueren würde. So würde Datteln einen halbwegs zentralen Haltepunkt bekommen. Den Tunnel sehe ich als alternativlos an, da sonst Datteln weiträumig umfahren werden müsste und so die Strecke unnötig verlängert werden würde.

– In Lünen bieten sich zwei Möglichkeiten an. Eine Streckenführung würde über Lünen Hbf verlaufen und dort den Umstieg zur RB50 & 51 ermöglichen. Vom Hbf geht es weiter zum neuen Hp Lünen Ost. Von dort aus weiter über eine kurze NBS zum Hp Lünen-Oberaden. Die andere Möglichkeit wäre, auf die kurze NBS zu verzichten. Dann würde ich den neuen Hp Lünen-Osterfeld etwas weiter östlich als Turmbahnhof errichten, um dort einen Umstieg zu den beiden RB-Linien zu ermöglichen.

– Zwischen Lünen-Oberaden und Bergkamen sehe ich einen Tunnel auch als alternativlos an. Um das Fahrgastpotiental zu maximieren, müssen die Haltepunkte so zentral wie möglich errichtet werden. Einen Hp im Verlauf der Bestandsstrecke sehe ich als suboptimal an.

 

Die gesamte Streckenführung dient vor allem dazu, den Kreis Recklinghausen mit SPNV zu verbinden. Bisher sind nur Recklinghausen, Marl (Sinsen, dezentraler Bahnhof) und Haltern am See sowie Gladbeck – Marl (Mitte) – Haltern am See direkt verbunden. Dezember 2019 folgt mit dem neuen Ast der S9 zusätzlich die Direktverbindung Gladbeck – Recklinghausen, wodurch auch Herten nach Jahrzehnten wieder an den SPNV angeschlossen wird. Durch diese Trassenführung würde zudem eine sehr lange Direktverbindung durch den Kreis Recklinghausen gezogen werden: Dorsten – Marl – Recklinghausen – Oer-Erkenschwick – Datteln – Waltrop.

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2 Kommentare zu “S-Bahn Rhein-Ruhr: Nordrand-S-Bahn | Wesel – Hamm (Westf.)

  1. So eine S-Bahn fehlt tatsächlich, ich störe mich aber am Sinuskurven-Verlauf. Das torpediert so ein bisschen den Grundgedanken einer S-Bahn bei der Zahl an Haltepunkten. Das dauert ja ewig von Datteln nach Dorsten wenn man 2-mal erst 5 km nach Süden fährt und dann wieder 5 km nach Norden um in den Westen zu kommen. Damit hat man auf der Ost-West Achse gesehen eine relative hohe Haltestellendichte. Ich verstehe warum sie so verlaufen soll, aber für 70 km Luftline 120 km Strecke zu benötigen ist für eine S-Bahn dann doch ewig lang. Das sind über 2 Stunden von Ost nach West bei der Durchschnittsgeschwindigkeit einer S-Bahn (40 bis 50 km/h). Es sollte aber besser die 2 Stunden Marke unterschreiten.

    Von daher würde ich es zwischen Oer-Erkenschwick und Hünxe deutlich begradigen, manche Haltepunkte überdenken und vor allem über Werne nach Hamm, und nicht über Bergkamen.

    Ne S-Bahn ist ja das Verkehrsmittel mit der höchsten Kapazität aller Verkehrsmittel (was die Menge der beförderten Passagiere pro Kilometer angeht) und damit sollte das Einzugsgebiet der Haltestellen auch entsprechend groß sein. Damit sehe ich dünn besiedelte Haltestellenbereiche bei einer S-Bahn doch ungerne, wenn eh schon der Umweg so groß ist. Hat dann eher was von Stadtbahn.

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