SEV-Konzept Aachen — Geilenkirchen

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Beschreibung des Vorschlags

Wenn die Bahnstrecke zwischen Aachen und Herzogenrath (-Geilenkirchen) gesperrt ist, gibt es kein einheitliches SEV-Konzept, das stets gefahren wird, sondern jedes Mal fahren die Busse leicht anders: Mal halten die Busse am Hauptbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz, mal an einer Ersatzhaltestelle in der Zollamtstraße. Am Westbahnhof halten die Busse mal an Haltestelle 1&2, mal an Haltestelle 3&4, manchmal aber auch an der Haltestelle Bendplatz. In Kohlscheid halten die Busse mal am Bahnhof, mal an der Weststraße.
Das Haltemuster ist ebenfalls abwechslungsreich: Mal halten alle Busse auch in Kohlscheid, mal fahren die Ersatzbusse des RE4 in Kohlscheid durch, manchmal auch zusätzlich die der RB33.
Bei Sperrungen zwischen Aachen und Geilenkirchen fährt auch noch zusätzlich ein Schnellbus zwischen Aachen Hauptbahnhof und Geilenkirchen, dieser Schnellbus hält manchmal auch an der Schanz und am Westbahnhof, manchmal gibt es auch keine Zwischenhalte.

Fazit: Derzeit gibt es kein klares SEV-Konzept, stattdessen gibt es jedes Mal kleine Änderungen, wodurch jedes Mal Fahrgäste nicht wissen, zu welcher Haltestelle sie jetzt müssen und in welchen Bus sie einsteigen können.

Um dieses Chaos zu beseitigen, schlage ich folgende Vereinfachung vor:
SEV A: Aachen Hauptbahnhof — Aachen Schanz — Aachen West — Kohlscheid — Herzogenrath — Alt-Merkstein — Übach-Palenberg — Geilenkirchen.
Diese Linie soll zwischen Aachen und Herzogenrath im glatten T10 fahren (anstatt bisher 5 Züge/Stunde), über Herzogenrath hinaus sollen lediglich 2 Busse fahren, um in Geilenkirchen Anschluss an die Linien RE4 und RB33 zu gewähren.
SEV B: Aachen Hauptbahnhof — Aachen Schanz — Aachen West — Geilenkirchen.
Diese Linie soll ebenfalls zwei mal pro Stunde fahren, um in Geilenkirchen Anschluss an den RE4 und die RB33 zu gewähren. Diese Linie soll nur verkehren, wenn wirklich bis Geilenkirchen gesperrt ist, wenn nur bis Herzogenrath gesperrt ist, soll nur die Linie SEV A verkehren.

Durch dieses einfachere Konzept sollen die ständigen Verwirrungen beseitigt werden und der durchgehend dichte Takt soll zwischen Aachen und Herzogenrath für verlässliche Abfahrtszeiten sorgen. Derzeit weichen sehr viele Leute auf die parallele Buslinie 47 aus, da dort ein glatter Takt herrscht.
Zusätzlich soll die Anbindung des Herzogenrather Stadtteils Alt-Merkstein verbessert werden. Da die Busse dort sowieso vorbeifahren, können sie dort am Bahnhof auch halten.

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6 Kommentare zu “SEV-Konzept Aachen — Geilenkirchen

  1. Eine derartig steife Festlegung bringt angesichts der aktuellen Hochwassersituation garnichts, weil man nicht weiß, welche Bereiche beim nächsten Hochwasserereignis betroffen sein werden. Deshalb muss man die Ersatzverkehre und Umleitungen immer ganz individuell an die aktuelle Situation anpassen. Wasser lässt sich nicht an Fahrpläne binden.

    1. Die Momentane Sperrung wegen des Hochwassers ist nicht der einzige Grund für diesen Vorschlag, in den letzten Jahren war die Strecke oft gesperrt und in den nächsten Jahren werden es auch nochmal mindestens zwei Vollsperrungen wegen Brückenabrissen geben. Wie ich in der Beschreibung erwähnt habe, gab es jedes Mal leicht unterschiedliche Fahrpläne, sodass Fahrgäste regelmäßig an der falschen Haltestelle standen und sich ärgerten, dass kein Bus kommt — ist mir auch schon mehrmals passiert.

      Dass während einer so spontanen Sperrung nicht rechtzeitig genügend Busse parat stehen, um die Takte erfüllen zu können, ist mir völlig klar, lediglich die Haltestellen sollten ein für alle Mal einheitlich geregelt sein.

  2. Ich stimme da Jabra zu. Außerdem frage ich mich, ob der SEV B in der Form (teilweise quer durch Ortschaften) so wirklich die schnellste Verbindung zwischen Aachen und Geilenkirchen abbildet.

    1. Tatsächlich ist dies die schnellste Route, da die Autobahn A44 sehr weit von Geilenkirchen entfernt ist und somit einen riesigen Umweg bedeutet. Für Autos sind beide Routen in etwa gleich schnell, Autos dürfen aber auch schneller fahren als Busse, folglich kann man die Busse auch über die holländische Autobahn fahren lassen, auf der ja sowieso nur Tempo 100 erlaubt ist.

      Zusätzlich werden in Aachen ja noch die Stationen Schanz und West bedient, sodass für viele Fahrgäste die Reisezeit geringer als über die A44 ist.

      1. Das mit den zusätzlichen Stationen ist natürlich ein Argument, allerdings ist die Route via A44 und B57 sowohl (etwas) kürzer als auch schneller und voraussichtlich weniger stauanfällig.

        1. die Route via A44 und B57
          Meinst du einfach nur die B57 Aachen-Würselen-Alsdorf-Baesweiler-Geilenkirchen oder die A44 und B56 Aachen-Aldenhoven-Geilenkirchen?

          Die sind zwar in etwa beide gleich schnell (laut Navi), jedoch darf man nicht vergessen, dass die meisten Navis auf Autobahnen ohne Tempolimit 120-130km/h als Maßstab nehmen. Da Busse jedoch nur 100 fahren dürfen, brauchen sie etwas länger.

          Grundsätzlich dürfte aber auch für einen Bus je nach Verkehrssituation mal die eine, mal die andere Route leicht schneller sein. Da bei der Route über Holland halt noch die beiden anderen Stationen innerhalb Aachens angefahren werden können, würde ich diese Route bevorzugen.

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