Sprinterkonzept Schweiz

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Beschreibung des Vorschlags

In der Schweiz sind im Rahmen von ZEB keine größeren Fahrzeitverkürzungen auf der Ost-West-Achse geplant. Das heißt, man wird auch nach der Umsetzung noch beinahe vier Stunden lang von St. Gallen nach Genf unterwegs sein.

Genau dort setzt mein Vorschlag an. Zusätzlich zu den bestehenden IC- und IR- Linien soll jede Stunde ein Sprinter verkehren, der die Strecke St. Gallen-Genf in unter zweieinhalb Stunden schafft.

Maßnahmen
Im Wesentlichen sind dafür eine NBS zwischen Gossau SG und dem Brüttener Tunnel, eine Umfahrung für Fribourg und ein Neubauabschnitt zwischen Genf und Lausanne notwendig. Zwischen Zürich und Bern dürfte der bereits vorgesehene Ausbau bis Aarau ausreichen, um die Fahrzeit auf unter 45 Minuten zu senken. Ansonsten könnte man zusätzlich noch die NBS Mattstetten-Rothrist für 250 km/h ertüchtigen.

 

Fahrzeiten und Geschwindigkeit
Die Höchstgeschwindigkeit der Neubauabschnitte beträgt westlich von Bern 250 km/h. Außerdem soll die Strecke zwischen Bern Europaplatz und Thörishaus sowie zwischen Oron und Moreillon für 160 km/h ertüchtigt werden. Für die restlichen Ausbauabschnitte ist eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h vorgesehen.

Nur die NBS zwischen dem Nordportal des Brüttener Tunnels und Gossau soll mit 300 km/h befahrbar sein. Das ist notwendig, um die Fahrzeit St. Gallen-Zürich auf 26 Minuten zu reduzieren.

Von dort nach Bern dürfte man dann noch ca. 40 Minuten brauchen und von der Bundesstadt nach Lausanne wären es 38. Danach fährt man noch für 26 Minuten am Genfersee entlang, bevor man den Bahnhof Genève-Cornavin erreicht.

 

Betriebskonzept
Abschnitt SG-ZH:
– IR Bern-Chur via Altstätten SG im Stundentakt, hier mit Halten in Zürich HB, Zürich Oerlikon, Zürich Flughafen, Winterthur, Wil SG, Uzwil, Flawil und Gossau SG
– IR Basel-Chur via Brugg AG im Stundentakt, auf diesem Abschnitt mit identischem Haltemuster

– IC St. Gallen-Lausanne via Biel im Stundentakt, hier mit Halten in Gossau SG, Wil SG, Winterthur und Zürich Flughafen
– IC St. Gallen-Genf via Bern im Stundentakt, auf diesem Abschnitt mit identischem Haltemuster

Für den IR sind ähnliche Fahrzeiten vorgesehen wie heute. Denn dieser profitiert nur vom Brüttener Tunnel sowie einem kurzen NBS-Abschnitt zwischen Winterthur und Wil. Außerdem soll dieser auch weiterhin nicht über die Durchmesserlinie geführt werden. Dementsprechend ist ein Überholmanöver durch den Sprinter kein Problem.

Beim IC gestaltet sich das etwas komplizierter. Dieser würde die Strecke St. Gallen-Zürich nämlich in knapp unter einer Stunde schaffen. Deshalb wäre es hier sinnvoll, das Überholmanöver zwischen dem Südportal des Brüttener Tunnels und Zürich HB durchzuführen. Dort würde der IC dann wie der IR das Obergeschoss benützen.

Westlich von Zürich müsste nicht mehr überholt werden, weil dort die regulären Linien gleich schnell wären. Fribourg würde dementsprechend den IC-Halt verlieren und wäre nur mehr durch den IR angebunden. Dabei wäre eine Taktverdichtung in Erwägung zu ziehen.

Einbindung ins internationale Netz
Die Weiterführungen nach Österreich und Frankreich entsprechen jenen Linien, die ich bereits im Rahmen der Rheintal-SFS und der Bregenzerwald-NBS vorgeschlagen habe.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

5 Kommentare zu “Sprinterkonzept Schweiz

  1. Eine Ausarbeitung der Infrastruktur zwischen Bern und Zürich sowie Genf und Lyon ist zur Einhaltung der Nutzungsbedingungen zwingend erforderlich. Siehe Mitmachhinweise beim Erstellen eines Vorschlags:

    „Bitte achte auf Sorgfältigkeit. […] Zeichne bei Streckenvorschlägen präzise und Einfädelungsbauwerke, Tunnelportale und Viadukte mit ein.“

    Reine Fahrzeiten oder Fahrplankonzepte ohne hinterlegte Infrastruktur können dagegen im Forum diskutiert werden.

    LG Intertrain

    1. Zwischen Zürich und Bern sind keine Infrastrukturausbauten notwendig. Mit dem Tunnel nach Aarau müsste sich eine Fahrzeit von unter 45 Minuten bereits ausgehen. Der dürfte als Ersatz für den Chestenbergtunnel aber ohnehin gebaut werden. Deshalb habe ich den nicht eingezeichnet.

      1. Und warum hast du dann dort nicht zumindest grob die miteinbezogene Infrastruktur nachgezeichnet? Hab wohl leider gerade den falschen Teil aus dem Zitat ausgegrenzt, denn zu den Linienvorschlägen steht dort:

        „Zeichne bei Linienvorschlägen die Strecken/Straßen nach.“

        Da du aber ja trotzdem Infrastrukturausbauten vorsiehst, wäre es sinnvoll diese in einem separaten Infrastrukturvorschlag vorzuschlagen. Irgendwelche nicht näher definierten Ausbauten ohne hinterlegte (gezeichnete) Infrastruktur sind in Vorschlägen jedenfalls nicht erlaubt (höchstens im Forum).

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