Oberinntal: Verbindung Landeck – Scuol

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Beschreibung des Vorschlags

Die Bahnstrecke der Rhätischen Bahn endet unvorteilhaft in Scuol. Von dort aus sollte man sie Richtung Landeck verlängern.

Dieses Projekt gibt es schon seit längerem und auf tiroler Seite wurde bereits ein Tunnel hinter Landeck gebaut, der nun still steht. Auch die Schweiz ist an dem Projekt interessiert und hat ein Gutachten samt Kostenschätzungen erstellen lassen.

 

Linienführung:

Von Scuol aus geht es nach Ramosch, weiter nach Martina, wo ein längerer Tunnel zur schweiz-österreichischen Grenze führt. Hier geht es über Pfunds und Tösens nach Sankt Christina, wo eine Seilbahn zur U-Bahn nach Serfaus errichtet werden könnte und eventuell eine weitere Seilbahn nach Fiss. Dann erreicht die Bahn Ried, Prutz und Fließ. Von dort geht es mit 2 kleineren Tunneln nach Landeck, wo ein etwas längerer Tunnel in der Stadt endet. In der Stadt sollte eine neue Haltestelle errichtet werden um jene besser zu erschließen. (Die Haltestelle Fließ ist im Gutachten nicht enthalten.)

 

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3 Kommentare zu “Oberinntal: Verbindung Landeck – Scuol

  1. Das von dir verlinkte Gutachten sieht aber bei Landeck eine ganz andere Route vor. Okay, du kannst hier natürlich einen eigenen Vorschlag einbringen, aber dann solltest du das auch deutlich machen und nicht den Eindruck erwecken, dass es sich um eine offizielle Planung handelt.

    Die Idee dieser Bahnverbindung finde ich auf jeden Fall gut.

    Ich verstehe nur nicht, warum die bei Landeck Anschlüsse in beiden Richtungen vorsiehst? Es handelt sich um eine Meterspurstrecke! Die Züge können daher nicht auf die Arlbergbahn übergehen. Ein Endpunkt in Landeck wäre daher logisch.

    Den Autotunnel der Landecker Umgehungsstraße in einen Eisenbahntunnel umzubauen halte ich auch für keine gute Idee. Soll der Autoverkehr dann wieder Landeck verstopfen? Hier herscht starker Durchgangsverkehr, der nicht in das Stadtzentrum hinein gehört. Es müsste dann ein neuer Autotunnel errichtet werden. Dann wäre es aber weitaus sinnvoller, den Tunnel so zu belassen, wie er ist und lieber einen neuen Eisenbahntunnel zu errichten. Für eine eingleisige Strecke wäre ein deutlich kleinerer Querschnitt erforderlich, als für eine Straße, was den Bau deutlich günstiger werden ließe. Da man diesen Tunnel aber auch gar nicht benötigt, wenn man der Variante B in Landeck folgt, die mit einem kurzen Tunnel auskommt, halte ich es für sinnvoller den vorhandenen Planungen zu folgen. In diesem Rahmen wäre ich im bereich Landeck für Variante B, im Bereich Martina/Nauders für Variante A (Ich kann in dem enormen Aufwand, den man treiben müsste, um nauders zu erreichen, keinen Sinn erkennen) und im Bereich Scuols wieder für Variante B. (Den Nutzen dieses Kehrtunnels, wo es auch ohne geht, kann ich nicht erkennen). Abgesehen von der Führung bei Landeck sind wir uns da wohl einig.

  2. Äußerst interessante Idee!

    Ich bemängel auch schon seit Ewigkeiten die Erreichbarkeitsdefizite im Schienenverkehr in Westtirol. Verglichen mit der Schweiz ist Tirol ohne privates Auto eigentlich nur eine riesige Katastrophe.

    Eine Verbindung Schuls-Landeck würde eine große Lücke im inneralpinen Schienennetz schließen, das Mittelzentrum Landeck zu einem Bahnknoten aufwerten (Anschlüsse im FV) und die Tourismusgegenden im oberen Inntal, im Kaunertal und am Reschenpass besser erschließen.

    Ich würde mir allerdings genau überlegen, ob eine Eisenbahn hier zielführend ist. Das Inntal ist hinter Landeck sehr dicht besiedelt, sodass hier nicht viel Raum für eine Eisenbahnstrecke ist. Dazu würde hier das Tal dann auch noch recht stark zerschnitten werden. Bis Schuls ist auch alles meterspurig. Mit einer meterspurigen Überlandstraßenbahn könnte man allerdings problemslos via Hauptstraße durch die Zentren fahren, was für die Erschließung vorteilhafter ist.

    In diesem Artikel steht auch, dass eine Fortsetzung der Bahnstrecke bis Landeck angedacht war, allerdings mit dem ersten Weltkrieg zum erliegen kam.

    Bei der Spurweite ist höchstens fragwürdig, ob es in Hinblick auf die Pläne einer „Fernpass-Reschen-Bahn“ in den Vinschgau sinnvoll ist, auf Meterspur zu setzen. 🙁

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