Weilheim–Schongau elektrifizieren

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Beschreibung des Vorschlags

Die Elektrifizierung von Bahnstrecken ist ja prinzipiell schön, warum ich also eine Zweigstrecke in der bayrischen Pampa gesondert hervorhebe?

Nun, die aktuelle Situation (Werdenfelsbahn München – Mittenwald samt Abzweigen nach Kochel am See und Reutte in Tirol elektrifiziert, Pfaffenwinkelbahn Weilheim – Schongau nicht elektrifiziert) hat zu einem betrieblich absurden Szenario geführt. München – Reutte/Kochel/Mittenwald bilden ein E-Netz, Weilheim – Schongau gehört aber zu den Augsburger Dieselnetzen. Dies bedeutet, dass stündlich die Diesel-LINTs der BRB auf ihrer Route Schongau – Weilheim – Geltendorf – Augsburg in Weilheim auf die elektrischen 442s der DB Regio auf ihrem Verkehr zwischen München und Garmisch treffen.

Damit können Schongauer und Peißenberger zwar umstiegsfrei nach Augsburg fahren, es ist aber davon auszugehen, dass die Mehrheit lieber ohne Umstieg nach München möchte. Einfach die BRB mit ihren LINTs nach München fahren zu lassen geht nicht, auf der größtenteils eingleisigen Werdenfelsbahn ist schlicht kein Platz.

Ich schlage deshalb vor, die Strecke Weilheim – Schongau zu elektrifizieren, und ins E-Netz der Werdenfelsbahn zu übertragen. Der Betrieb ist dann nicht kompliziert: die Talent 2 fahren in München in Dreifachtraktion los, von denen stündlich ein Triebzug in Weilheim stehen bleibt. Es wird sich sicher ein Fahrplan finden lassen, wo dieser einzelne Triebzug dann einfach nach Schongau durchgebunden wird und wieder nach Weilheim zurückfährt. Die Züge der BRB aus Augsburg enden dann in Weilheim, und bedienen die Strecke nach Schongau nicht mehr. Und soll Schongau unbedingt eine Direktverbindung nach Augsburg haben, nun, die vollständig erhaltene Fuchstalbahn wartet schon lange auf die Wiederaufname des Personenverkehrs.

Bei der Kochelseebahn ist es übrigens öfters genau so, ein einzelner 442 wird in Tutzing abgekoppelt, wendet in Penzberg oder Kochel, und koppelt in Tutzing wieder an den Zug aus Garmisch an.

 

Übrigens: die Strecke war bis 1982 schon einmal elektrifiziert, als die Strecke schwer stillegungsgefährdet war. Außerdem wäre natürlich irgendwann der (Re-)Lückenschluss Schongau – Kaufbeuren wünschenswert, schon alleine für den möglichen Umleiteverkehr.

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

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