Zahnradtram Donauwörth

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Beschreibung des Vorschlags

inspiriert durch diesen Kommentar

Problem: Donauwörth ist eine Stadt mit enormen Verkehrsaufkommen. In den letzten Jahrzehnten wurden vierspurige Straßen gebaut, ein autarkes Bussystem sowie ein ICE-Systemhalt eingeführt. Dennoch bleibt ein Problem: Ein Teil der Stadt liegt „unten“, der andere „oben“. Dazwischen ist ein Höhenunterschied von gut 90 Metern. Es gibt zwei Straßen (mit  entsprechenden Buslinien), die diesen Höhenunterschied durch große Umwege meistern. Eine direkte Verbindung zur Innenstadt und zum Bahnhof würde den „oberen“ Stadtteil, der durch die Umwandlung der ehemaligen Kaserne in ein großes Wohngebiet stark an Bedeutung gewinnen wird, erheblich besser anbinden.

Die Lösung: Eine Zahnrad-Tram. Sie fährt die meiste Strecke als normale Zwei-Richtungs-Tram (um Wendekurven zu sparen) mit 1000mm Spurweite, im Steigungsabschnitt zwischen „Promenade“ und „Kaserne/Bad“ fährt sie als Zahnradbahn mit einer Steigung von 19%.

 

Zweigleisigkeit:

Hauptlinie: Riedlingen Schule – Neurieder Straße; Donaucenter – Hindenburgstraße; Promenade – Deutschmeisterring

Abzweig: Bahnhof – Festplatz; Südseite Bahnunterführung – Airbus

 

Verkehr Hauptlinie:

Werktags: In der Haupt- und Nebenverkehrszeit (06:00 – 19:30) durchgehend im 15-Minuten-Takt, In der Schwachverkehrszeit (05:00 – 06:00, 19:30 – 21:00) im 30-Minuten-Takt. Nachtverkehr findet nicht statt.

Sonn-/Feiertags: Von 07:00 bis 20:00 im 30-Minuten-Takt.

Verkehr Abzweig:

Werktags: In der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt, in der Neben- und Schwachverkehrszeit im 60-Minuten-Takt.

Sonn-/Feiertags: Von 08:00 bis 18:00 im 60-Minuten-Takt.

 

Fahrzeuge: Es sollen etwa 25 Meter lange Fahrzeuge eingesetzt werden, so lang sind dementsprechend auch die Bahnsteige.

Stationsfolge:

Hauptlinie: Tiroler Ring Nord – Tiroler Ring Süd – Riedlingen Schule – Küsterfeldstraße – Neurieder Straße – Dillinger Straße – Donaucenter – Bahnhof – Obermayerstraße – Hindenburgstraße – Rathaus – Spindeltal – Promenade – Kaserne/Bad – Parkstädter Straße – Birkenstraße – Parkstadtkirche – Dr. Michael Samer-Ring – Deutschmeisterring

Abzweig: Bahnhof – Festplatz – Airbus

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62 Kommentare zu “Zahnradtram Donauwörth

  1. Also wenn – wie im verlinkten Kommentar gesagt – das Kasernengelände wirklich ein Wohngebiet werden soll, kann ich mir sowas wirklich vorstellen. Denn gerade diese Gelände ist per Straße nur sehr umwegig mit der Innenstadt verbunden.

    Könnte man das Airbus-Gelände auch irgendwie damit anbinden?

  2. Ich befürchte, dass die Kurve am Bäckenberg zu eng wird. Von welchem Radius gehst du aus?

    Ansonsten habe ich auch erhebliche Zweifel, dass eine Stadt mit nichtmal 20.000 Einwohnern eine Straßenbahn gebrauchen kann. Die Tatsache, dass du sogar einen Zahnradbahnabschnitt vorsiehst, macht es nicht besser. Im Gegenteil, der Aufwand wird noch größer, die Kosten noch höher.

    Falls man unbedingt einen elektrischen Verkehr haben möchte, dürfte der Obus das Maximum sein, zumal deine Linie bei weitem nicht das komplette Stadtgebiet abdeckt.

    1. Die Kurve geht sicher, ich bin von einem Mindestradius von 17 Metern ausgegangen (bei der Münchner Tram sind es 15)

      Ein Obus würde hier gar nichts bringen. Denn die Intention ist nicht, mit Gewalt einen elektrischen Verkehr etablieren zu wollen, sondern eine Direktverbindung zwischen dem Stadtteil „Parkstadt“ (oben auf dem Berg), der Innenstadt und dem Bahnhof herzustellen. Denn diese Strecke ist derzeit nur über große Umwege machbar. Und genau dort, wo der Umweg am größten ist, an der ehemaligen Kaserne, entsteht in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit einer Fläche von 0,3 qkm. Genau dort endet mein Zahnradabsschnitt. Dadurch würde der Weg von diesem neuen Stadtquartier in die Innenstadt von heute über 3 km auf unter 1 km schrumpfen.

      1. Okay, die Überlegung ist nachvollziehbar. Ich gehe aber davon aus, dass du mit dieser Zahnradbahn die Linie 1 in der Parkstadt ersetzen würdest. Nach Berg müsste die Linie 1 aber weiterhin geführt werden. Sie würde jedoch kürzer werden, wodurch sie erhebliche Fahrgastverluste (an die Zahnradbahn) hinnehmen müsste, wodurch ihre Wirtschaftlichkeit drastisch sinken müsste. Die Zahnradbahn selbt wäre aber auch nicht leicht zu finanzieren, da sie noch aufwändiger, als eine gewöhnliche Straßenbahn wäre, die in einer Stadt mit kaum 20.000 Einwohnern schon nicht wirtschaftlich darstellbar ist.

        Am meisten überrascht mich aber der Abstecher zu Airbus, wo außerhalb der HVZ wohl kaum mit nennenswertem Aufkommen zu rechnen wäre. Wenn du schon ein neues Verkehrssystem in Donauwörth etablieren möchtest, dass ja auch Werkstätten braucht, dann solltest du damit auch das Stadtgebiet weitgehend abdecken können. Schließlich müssten alle Bürger Donauwörths das kräftig mit ihren Steuergeldern finanzieren. Die Leute sollten dann auch möglichst alle etwas davon haben. Insbesondere der Westen mit Riedlingen und dem Donau-Ries-Klinikum, aber auch der Norden mit Berg sollten daher bedient werden. Will man das mit einer Linie optimal abdecken, ist man wieder bei meinem oben verlinkten Obus. 😉

        1. Die Linie 1 fährt ja derzeit so: Klinik – Bahnhof – Innenstadt – Berg – Parkstadt

          Das würde ich dann ändern in: Klinik – Bahnhof – Innenstadt – Berg – Westspange – Klinik

          Airbus ist schon ein sehr wichtiges Ziel, wo nicht nur die Beschäftigten in der HVZ hinwollen. Und vom Bahnhof (Der ist gesetzt) ist das nur ein kurzer Fortsatz, der aber viele neue Fahrgäste in die Bahn holen dürfte und somit die Wirtschaftlichkeit steigern dürfte.

          Fährt man stattdessen zum Klinikum und nach Riedlingen, wird die Strecke gleich mal doppelt so lang und entsprechend teurer, dafür fahren die Bahnen dann irgendwo rum, wo mans gar nicht braucht, weil das dort auch Busse machen können.

          Außerdem kann man Riedlingen und das Klinikum auch anders an elektrischen Schienenverkehr anbinden.

          1. Dann würde ich aber auf jeden Fall zur Bushaltestelle „Deutschmeisterring“ weiter fahren. Der Betriebshof hat da dann zwar keinen Platz, aber am Bahnof gibts ein paar scheinbar ungenutzte Barracken, dort könnte man den dann ansiedeln.

        2. Am meisten überrascht mich aber der Abstecher zu Airbus, wo außerhalb der HVZ wohl kaum mit nennenswertem Aufkommen zu rechnen wäre.

          Ich würde auch die Strecke Bahnhof-Airbus nur in der HVZ im 15-Minuten-Takt bedienen und ansonsten maximal alle 30 Minuten.

        3. „Will man das mit einer Linie optimal abdecken, ist man wieder bei meinem oben verlinkten Obus.“

          Das ist ja genau das, was ich meine: Die Straßenbahn mit Zahnrad könnte etwas bieten, was die Busse in keinem Fall können, der O-Bus kann das nicht. Die Schlangenlinie deiner O-Bus-Strecke spricht ja für sich.

          1. Da muss ich tatsächlich zustimmen. Was bringt das tolle neue Verkehrsmittel das alle Stadtteile, wenn es total umwegig ist, und die „normalen“ Busse dazwischen die Westspange als Abkürzung nutzen? Die Zahnradbahn wäre eine vergleichbare Abkürzung, aber nicht an Innenstadt und Bahnhof vorbei sondern darauf zu.

            Mir gefällt der Vorschlag gar nicht schlecht

            1. Ja, genau. Die Stadt besteht aus quasi 3 „Flügeln“. Zwischen 2 der Flügel gibt es die Westspange als Abkürzung – dort ist entsetzlich viel Verkehr und nicht aus Spaß 2 der 3 Buslinien – die Zahnradbahn wäre die Abkürzung zwischen den anderen 2 Flügeln. Auch deswegen glaube ich an die Sinnhaftigkeit dieses Projektes.

  3. Freilich, sieht man ganz gut dass der Bus nen Umweg fährt. Aber sind halt keine 20 Kilometer, sondern ganze zwei. Wo ich ohne Ortskunde jetzt mal ganz blauäugig sagen würde: Pffh, gibt schlimmeres…
    Deshalb mal ganz blöd gefragt: Wie lange braucht der Bus denn heute, bis er da oben ist? Und wie lange würde die Straßenbahn brauchen?

    1. Also vom Bad zu Bahnhof braucht der Bus derzeit (laut Plan) 13 Minuten, wobei das mit sehr wenig Verkehr gerechnet ist. Die Straßenbahn bräuchte für die 2 km ca. 6 Minuten, also nicht einmal halb so lange. Dabei ist sie allerdings auch viel weniger Verkehrsabhängig und kann ihre 6 Minuten viel besser einhalten als der Bus seine 13.

      Also mehr als doppelt so schnell, plus bessere Taktung, plus bessere Pünktlichkeit, plus „Schienenbonus“. Ich denke, das ganze wird sehr viele Leute vom Auto in den ÖPNV bringen.

      1. Ok, 13 Minuten sind für so eine Strecke in so einer relativ kleinen Stadt schon echt eine Ansage. In Bezug auf die Luftlinie (1,3 km) 6 km/h im Durchschnitt … Da es recht nah an der Luftlinie nen Fußweg/eine Treppe gibt, würde ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wenn ich behaupte, da bin ich zumindest Bergab zur Fuß mindestens genauso schnell, aber verkehrsunabhängiger.

        1. Vielleicht eine wichtige Zusatzinfo: Der Bus, der von der Parkstadt zum Bahnhof fährt, hat dazwischen 3 extrem Verkehrsreiche und entsprechend Stauanfällige Kreuzungen, nämlich Kapellstraße/Umkehr, Berger Vorstadt/Berger Allee/Sallingerstraße und Nürnberger Straße/Jurastraße. Die Straßenbahn umgeht alle 3.

      2. Die Zahnradbahn soll für sieben Stationen 6 min brauchen? Dir ist schon klar, dass der Betrieb an der Zahnstange stets langsam erfolgt? Dann durch die enge Altstadt mit Fußgängern, da ist doch höchstesn Tepo 20 drin! In 6 min schafft die das nie im Leben vom Bad zum Bahnhof! Ich würde die doppelte Zeit kalkulieren. Vermutlich würde sie es knapp unter 13 min schaffen, aber für zwei bis maximal drei Minuten diesen Aufwand zu betreiben, wäre nicht zu rechtfertigen.

        Ich gebe dir zwar Recht, dass ein solcher Schienenverkehr mehr Leute in den ÖPNV treiben würde, aber ob das in einer 20.000-Einwohner-Stadt genügend Leute wären, um eine solche Investition zu rechtfertigen, möchte ich sehr stark bezweifeln.

        1. Du rechnest also mit einem Schnitt von Tempo 10? Also in Stuttgart fährt die Zahnradbahn Tempo 30, selbes habe ich auch für die Innenstadt kalkuliert, auf der Bahnhofstraße (zwischen Bahnhof und Hindenburgstraße) 45. Mit 6 Zwischenhalten, die alle Bedarfshalte sind, kommt man dann schon auf einen Schnitt von 20 km/h, also 6 Minuten.

          1. > die alle Bedarfshalte sind
            Hmm, also wenn du schon selber damit rechnest dass an den Haltestellen nur selten einer einsteigt, andernfalls wär’n Bedarfshalt ja Quatsch, dann brauchste mit ner Straßenbahn eigentlich gar nicht erst anfangen… erst recht nicht mit einer, die’s nicht mal so eben von der (Zahn-)Stange zu kaufen gibt.

            Schade eigentlich, sieht sonst nämlich ganz nett aus.

            1. Selbst in Augsburg sind alle Straßenbahnhaltestellen Bedarfshalte – offiziell auch Königsplatz und Hauptbahnhof. Ist eher so: Falls es mal vorkommt, dass man keiner rein oder raus will, kann man auch vorbei fahren – erhöht die Pünktlichkeit und erlaubt einen strafferen Fahrplan.

              Noch was: man sollte (und kann) die Straßenbahn unbedingt in die Ampelschaltung integrieren, so dass sie nicht warten muss.

              1. ‚N strafferen Fahrplan erlaubt’s eben gerade nur, wenn die Haltestellen wenig frequentiert sind. Wenn du damit rechnest, dass ne leere Haltestelle die Ausnahme ist (besser wär das auch), musst du die Haltezeit schon mit einplanen. Und falls, ausnahmsweise, mal doch keiner da steht und mitfahren will, kannste langsamer machen und Energie sparen.

              2. Gibts bei Straßenbahnen überhaupt was anderes als Bedarfshalte? Wäre mir nicht bekannt, bin aber doch der Meinung dass darin der Grund liegt, weshalb Straßenbahnen im Prinzip gänzlich ohne Puffer agieren.

                  1. Also in Erfurt hält die Straßenbahn grundsätzlich überall oder bremst zumindest auf 1-2 km/h ab, egal ob da jemand an der Haltestelle steht oder jemand den Stop-Knopf drückt. Die Busse (ggf. auch im SEV) fahren ggf. an einer Haltestelle durch.

                    Ich weiß allerdings nicht, ob es an den Ampelschaltungen liegt oder es eine Anordnung gibt, weil viele Fahrgäste erst auf den Türknopf drücken, wenn die Haltestelle erreicht wird.

                  2. In Würzburg auch, und wahrscheinlich in 1000 weiteren Städten auch. Wie gesagt bin ich der Meinung dass darin der Grund liegt, weshalb Straßenbahnen im Prinzip gänzlich ohne Puffer agieren.

          2. Bitte bedenke, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit, von der man hier ausgehen muss, etwas anderes als die Höchstgeschwindigkeit ist. Sicher kann eine Zahnradbahn Tempo 30 erreichen, aber wird sie das durchgehend schaffen? Mindestens dort, wo sie in die Zahnstange einfädelt, muss sie sehr langsam werden. Auch Haltestellen solltest du bedenken. Darauf zu verweisen, dass die Züge meist durchfahren, wäre verheerend, denn dann braucht man die ganze Bahn nicht. Außerdem wird man in den engen Kurven in der Altstadt nur sehr langsam fahren können, weil sie unübersichtlich sind und man sollte auch mit Behinderungen durch Autos oder Fußgänger rechnen. Man kann den Fahrplan natürlich schön rechnen, doch seriös wäre das nicht.

            1. Man kann den Fahrplan natürlich schön rechnen, doch seriös wäre das nicht.

              Und man kann ihn auch schlecht rechnen/reden, und ich habe den starken Verdacht, dass du genau dies tust, die Gründe sind mir jedoch nicht bekannt. Aber ich gehs trotzdem mal der Reihe nach durch.

               

              Bitte bedenke, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit, von der man hier ausgehen muss, etwas anderes als die Höchstgeschwindigkeit ist.

              Habe ich das nicht? Höchstgescwindigkeit 30 – 45 km/h, Durchschnitt 20. Das ist doch ein klarer Unterschied. Und wenn der Durchschnitt nur 18 sind, mein Gott, eine Minute in oder her.

              Mindestens dort, wo sie in die Zahnstange einfädelt, muss sie sehr langsam werden.

              Das passiert in den Stationen, daher ist dafür keine zusätzliche Zeit zu berechnen.

              Darauf zu verweisen, dass die Züge meist durchfahren, wäre verheerend, denn dann braucht man die ganze Bahn nicht.

              Das habe ich nicht getan! Ich habe jediglich darauf verwiesen, dass bei Straßenbahnen in der Regel alle halte Bedarfshalte sind, und es wurde daraufhin richtigerweise angemerkt, dass aus diesem Grund in der Regel keine Pufferzeit mit eingerechnet wird. Aus diesem Grund, und auf Grund der guten Beschleunigung, ist bei Straßenbahnen die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich näher an der Vmax als bei Eisenbahnen.

              Außerdem wird man in den engen Kurven in der Altstadt nur sehr langsam fahren können, weil sie unübersichtlich sind und man sollte auch mit Behinderungen durch Autos oder Fußgänger rechnen.

              Es gibt nur eine einzige enge Kurve, die nicht in direkter Stationsnähe ist, für die man also extra runterbremsen und wieder beschleunigen muss. Die wird höchstens ein paar Sekunden Fahrzeit kosten.

                1. Um ehrlich zu sein, habe ich von dir noch gar keine „Rechnung“ gesehen. Ich habe dir lang und breit erklärt, warum ich der Meinung bin, dass an auf 18-20 km/h im Durchschnitt kommt. Du hast weiter oben gesagt „Ich würde die doppelte Zeit kalkulieren.„, also gehst du von 9-10 km/h im Durchschnitt aus, was viel weniger ist als Straßenbahnen in der Regel haben. Vielleicht kannst du das nochmal erleutern warum man hier dermaßen langsam sein sollte.

                  Und noch was: Von der Innenstadt (Haltestelle Marienapotheke) zum Bad hoch (Fußweg 800 Meter) braucht der Bus zur Zeit 8 Minuten (Um es mit den Worten von PendolinoFan zu sagen: Da bin ich zur Fuß mindestens genauso schnell). Die Strecke mit der Zahnradbahn zwischen Sonnenstraße und Bad sind 900 Meter, also wenn wir mal bei Vmax 30 ganz pessimistisch mit 16 km/h im Durcschnitt rechnen, schafft sies in 3 Minuten, fast dreimal so schnell wie der Bus.

                  1. Auch ich nehme schwer an dass man eher im Bereich 18-20 km/h im Durchschnitt ist, als bei 9-10.

                    @Ulrich Conrad: Ich würde mal behaupten, 100% objektiv ist auf dieser Seite gar nichts und niemand, weder du, noch derintercity, noch ich 🙂

                  2. Fast dreimal so schnell ja, aber sind am Ende auch nur 5 gesparte Minuten. Da sag ich jetzt doch nochmal: Pffh, gibt schlimmeres.

                  3. Die 5 Minuten Unterschied sind aber nur im Fahrplan. In der Realität ist der Unterschied viel größer, weil der Bus unterwegs zwei Kreuzungen hat, an denen es sich selbst in der Nebenverkehrszeit teilweise extrem staut, von der HVZ ganz zu schweigen. Kann man bei Michelin oft schön beobachten, dass sich der Verkehr auf der Jurastraße von der Ampel an der Einmündung in die Nürnberger Straße teilweise bis auf die B2 zurückstaut. Sowas kostet dem Bus locker mal 10 Minuten zusätzlich.

                  4. @Richard Vogler: Dann sag ich an dieser Stelle auch nochmal: Da bin ich zur Fuß mindestens genauso schnell, aber Verkehrs- und Taktunabhängig. Und bei solchen Umständen darf man sich über schlechte Auslastung im ÖPNV echt nicht wundern.

                  5. Also gut, wir haben ab dem Bahnhof bis zum Bad sieben Stationen. Durch die Haltezeiten und die Fahrzeiten dazwischen ergeben sich pro Halt mindestens eine Minute. Von der Hst. in der Obermayerstraße bis zur Hst. in der Hindenburgstraße muss jedoch dreimal abgebogen werden. Auch bei günstigen Ampelschaltungen muss man von Verzögerungen ausgehen, weshalb ich hier eine weitere Minute kalkulieren würde. Zwischen Spitalstraße und Spindeltal (2 Hst.) sind sehr enge Straßen, durch die vorsichtig gefahren werden muss. Behinderungen durch Kraftfahrzeuge sind ebenfalls zu erwarten und sollten einkalkuliert werden, weshalb ich hier eine weitere Minute dazugebe. Für die 600 m Zahnradbahntrasse würde ich bei 30 km/h und vorsichtigem Einfädeln in die Zahnstange mit etwa 1,5 min rechnen, dazu ein Halt, macht weitere 2 min. Insgesamt komme ich so auf 10 min. Weniger erscheint mir angesichts erforderlicher Ampeln, enger Straßen und unübersichtlicher Ecken unwahrscheinlich.

                  6. Hm, 10 Minuten, das wären 12 km/h im Durchschnitt. Das wäre die erste (mir bekannte) Straßenbahn in Deutschland, bei der man neben her laufen kann, ohne dass sie einem davon fährt, denn 12 km/h sind auch als Jogger gut machbar.

                    Noch deutlicher ist es, wenn man bedenkt, dass du für Obermeyerstraße-Hindenburgstraße 2 Minuten berechnest. Das sind 300 Meter (Messwert laut Google Maps), also rechnest du mit 9 km/h. Da könnte man nebenher gehen. Tut mir leid, aber das ist alles andere als objektiv.

                    Hätte selbst nie gedacht dass ich mal in dieser Weise eine Straßenbahn für eine 20.000-Einwohner-Stadt rechtfertige, aber sie mit Absicht schlecht zu rechnen hilft halt auch niemandem.

                  7. Ulrich Conrad, du argumentierst nach dem Motto „Eine so kleine Stadt mit Tram, das darf nicht sein. Und was nicht sein darf, das biegen wir auch so hin, dass es nicht sein kann“.

                    So habe ich dir bereits nach deinem letzten Kommentar erklärt, dass das Einfädeln in die Zahnradbahn in den Stationen passiert, wo man so oder so auf 0 Runterbremsen muss. Nun hast du dafür wieder zusätzliche Zeit berechnet, also meine zuvorige Erklärung gänzlich ignoriert.

                    Aber wenns nicht hilft, gehen wirs der Reihe nach durch.

                     

                    Bahnhof – Obermayerstraße: 280 Meter, 45 km/h Vmax, 25 km/h im Durchschnitt -> 40 Sekunden

                    Obermayerstraße Halt: 15 Sekunden.

                    Obermayerstraße – Hindenburgstraße: 300 Meter, 45 km/h Vmax, wegen Abbiegungen 15 km/h im Durchschnitt -> 72 Sekunden

                    Hindenburgstraße Halt: 15 Sekunden.

                    Hindenburgstraße – Rathaus: 200 Meter, 15 km/h Vmax, 10 km/h im Durchschnitt -> 72 Sekunden

                    Rathaus Halt: 15 Sekunden.

                    Rathaus – Sonnenstraße: 240 Meter, 30 km/h Vmax, 20 km/h im Durchschnitt -> 42 Sekunden

                    Sonnenstraße Halt: 15 Sekunden.

                    Sonnenstraße – Spindeltal: 160 Meter, 30 km/h Vmax, 20 km/h im Durchschnitt -> 28 Sekunden

                    Spindeltal Halt: 15 Sekunden.

                    Spindeltal – Promendade: 220 Meter, 30 km/h Vmax, 20 km/h im Durchschnitt -> 39 Sekunden

                    Promenade Halt: 15 Sekunden.

                    Promenade – Bad: 600 Meter, 30 km/h Vmax, 24 km/h im Durchschnitt -> 90 Sekunden

                     

                    Macht unterm Strich 7,5 Sekunden.

                    Zugegebener Maßen nicht 6 Minuten, aber eindeutig auch nicht 10 oder (wie zuvor behauptet) 12. Und ich sehe nun keinen Punkt, wo diese Rechnung zu optimistisch sein sollte.

                  8. Ich habe kein Interesse daran eine Straßenbahn schlecht zu rechnen. Es mag auch sein, dass ich mich ein wenig verschätzt habe, aber bei der bewundernswert exakten Berechnungen von „derintercity“ sind leider keinerlei Ampelstopps oder Verkehrsbehinderungen einkalkuliert. Das wäre ein enormes Risiko und Verspätungspotenzial. Dann sind da noch eingleisige Abschnitte. Wenn da gerade der Gegenzug kommt, muss ebenfalls gewartet werden. Etwas Luft sollte man daher im einkalkulieren.

                    Ich gebe aber gerne zu, dass diese Bahnverbindung etwas schneller als der Bus wäre. (Nur eben nicht soviel, dass sich die Investition lohnt)

                  9. Ampelstops gibt es nicht, wenn die Bahn in die Ampelschaltung integriert ist. Kleine Verkehrsbehinderungen sind in der niedrig angesetzten Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen den einzelnen Stationen berücksichtigt, große Verkehrsbehinderungen wie Falschparker kommen im Fahrplan auf keinen Fall vor, nie und nirgends. Die Eingleisigen Abschnitte sind nicht sehr lang, der längste ist Hindenburgstraße-Promenade, da braucht ein Zug 4 Minuten durch, bei einem 15-Minuten-Takt kann man also mit viel Puffer eine Begegnung im eingleisigen Abschnitt im Fahplan ausmärzen.

                  10. „Nur eben nicht soviel, dass sich die Investition lohnt“

                    Spekulation. Zeig mir mal eine andere Stadt, wo man mit einer Straßenbahn auf einem so kurzem Stück so viel Zeit gegenüber einem Bus reinholen kann.

                2. Ich stimme dir zu. „derintercity“ versucht natürlich seinen Vorschlag schönzurechnen, realitätsnäher wäre eine etwas längere Fahrzeit von 10min (+- 1min) + Puffer von 1-2min. Da sind reihenweise enge Radien, viel straßenbündiger Bahnkörper, Eingleisigkeiten, ein technisch aufwendiger Zahnradabschnitt, … In einer Kleinstadt lohnt sich das niemals, selbst bei kostenlosem Nahverkehr nicht.


                  1. Jetzt hat Ulrich Cinrad gerafe eingesehen,dass 10 Minuten zu hich Gegriffen ist, jetzt kommt der nächste daher 🙁

                    Nochmal: Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas mal verteidige,aber es mit Gewalt Schlecht reden bringt auch nichts. 10 Minuten Fahrzeit wären 12 km/h im Durchschnitt das wäre die erste Straßenbahn in Deutschland, bei der man neben her laufen kann ohne dass sie einem davin fährt. Und bei allem Respekt, aber eine so detaillierte Rechnung wie von derintercity habe ich von Ulrich Conrad und Jonad Borg nich nicht gesehen, da sehe ich hauptsächlich in dje Welt gesetzte Behauptungen, z.T. Mit der Anmerkung dass dies viel objektiver sei….

                  2. Ok, der nächste mit dem Motto „Eine so kleine Stadt mit Tram, das darf nicht sein. Und was nicht sein darf, das biegen wir auch so hin, dass es nicht sein kann“.

                    Ich mach mir jetzt nicht nochmal die Mühe dagegen argumentativ vorzugehen, wenn Jonas Borg die Diskussion, an deren Ende Ulrich Conrad eingesehen hat, dass er daneben liegt, nicht lesen kann, dann kann ich ihm auch nicht helfen.

                    Wenn du glaubst meine Berechnungen seien wertloser als deine geschätzten Aussagen, dann bleib in diesem Glauben.

              1. zu 16. Februar 2018 um 14:04 Uhr:

                > 280 Meter, 300, Meter, 200 Meter, 240 Meter, 160 Meter, 220 Meter, 600 Meter

                Mal was anderes: Sicher, dass so kurze Haltabstände überhaupt nötig sind? Also ich würde da deutlich straffen – wenn die Bimmel alle 4-500m mal anhält, reicht das doch.

                Um mal im neuralgischen Gebiet zu bleiben: Obermayerstraße raus, Rathaus raus, Sonnenstraße ein paar Meter nach vorne verlegen, Spindeltal raus… So kommste wenigstens auch vorwärts, und das erschließt immer noch fein genug.

                1. Stimmt, 1 bis 2 Stationen könnte man einsparen. In der Innenstadt würde ich aber schon schauen dass alle 300 Meter eine Station ist. Ich schau mal was ich mach.

                  Dann kommt man aber auf jeden Fall auf die 7 Minuten (Bad-Bahnhof).

                2. Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb man nicht mit Durchschnittsgeschwindigkeiten wie in Nürnberg rechnen kann.

                  Die dichte Haltestellenfolge ist aber in einer so kleinen Stadt durchaus gerechtfertigt. Da die Strecke nicht lang wäre, käme es nicht so sehr auf kurze Fahrzeiten an, viel wichtiger wäre, dass kurze Wege zur Bahn bestünden, damit die Leute nicht gleich ihre Strecke zu Fuß zurück legen.

        2. Jetzt seh ichs erst:

          Dann durch die enge Altstadt mit Fußgängern

          Die Bahn fährt gerade einmal 130 Meter durch die Fußgäbgerzone. Da kann man von mir aus 15 oder 20 fahren. Ansonsten ist sie im Straßenraum oder (in der Promenade) auf Rasengleisen unterwegs, da spricht nichts gegen Tempo 30.

        3. Also normalerweise liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit von Straßenbahnen außerhalb von Fußgängerzonen bei 20-30 km/h. Hier würd ichs eher weiter unten ansiedeln, also die 20 scheinen mir gar nicht so verkehrt.

            1. Das stimmt allerdings auch. Glaub ich aber nicht unbedingt. Die Nürnberger Straßenbahn kommt alles in allem auf nen 25er Schnitt, also 20 ist hier schon gar nicht so verkehrt, die Größenordnung stimmt.

  4. Nach genauere Betrachten würde ich die Linienführung wieder abändern, und doch von Osten an den Bahnhof rankommen, und dann parallel zu den Bahngleisen weiter, so dass man auch die neue Donaumeile erschließt. Dann eingleisig parallel zu den Gleisen weiter bis zur Neurieder Straße (Das einzelne Gütergleis muss weichen, sieht auf Earth nicht stark genutzt aus). Kurz vor der Neuriederstraße nach unten und dann auf der Straße die Bahn unterqueren und ein Stück nach Ridlingen rein. Airbus wäre dann ein Abzweig der nur in der HVZ im 15er Takt befahren wird und ansonsten nur lose.

    1. Das ist eine ganz gute Überlegung. Dieses Abstellgleis ist kaum in Benutzung soweit ich das beurteilen kann, das könnte man dann ganz gut durch ein Straßenbahngleis ersetzen. Damit würde man Riedlingen auf sehr kurzem Weg erreichen. Ich schau mal was sich machen lässt.

    2. Danke für diese Überlegung. So sollte es hier mehr Anklang finden, da so mehr Bürger der Stadt etwas davon haben. Außerdem kann man mit der Führung parallel zur Eisenbahn einen weiteren Vorteil gegenüber einem (O-)Bus ausspielen, eine solch Geradlinige Führung zwischen Riedlingen und dem Bahnhof ist auf der Straße eindeutig nicht machbar.

  5. Kann mir das mal einer erklären? Ich sitze ewig da und bearbeite den Vorschlag, dann will ich die Änderung speichern, und es kommt „Keine Verbindung zu Server möglich“. Seite wird neu geladen -> alles für die Katz. Aber Ping ist ausgezeichnet und alle anderen Seiten funktionieren auch.

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