B: Potsdamer Platz – HBF

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Ich weiß, eine solche Verbindung ist derzeit nicht geplant, deshalb schlage ich sie vor. Wenn dereinst, wie zur Zeit vorgesehen, auch der M41er zur Straßenbahn werden soll, sollte man ihn nicht zum Zoo, sondern weiterhin zum HBf führen, da ansonsten eine leistungsfähige Verbindung aus Kreuzberg und Neukölln zum HBF völlig fehlen würde.

Im Norden würde mit dem Friedrich-List-Ufer eine sehr verkehrsarme Straße durchfahren werden. Die Haltestelle dort könnte für die M41 entfallen, da diese die vorhandene nutzen könnte, aber falls eine Linie aus Richtung Osten dort nach Süden abbiegen sollte, wäre sie erforderlich.

Über die Spree wäre eine neue Brücke im Zuge eines heutigen Fußgängerstegs (oder daneben) erforderlich. Südlich der Spree müssten sich Rasengleise unauffällig in die vorhandene Grünanlage einfügen.

Gegenüber des Bundeskanzleramtes sollte östlich neben der vorhandene Straße gefahren werden, um sie nicht mehrfach kreuzen zu müssen.

In der Paul-Löbe-Allee wäre genügend Platz auf einem breiten Mittelstreifen.

Hinter dem Reichstag wäre auch genügend Platz, um zwischen dem Gebäude und dem Spreeufer hindurch zu kommen. Wegen der Fußgängerzone hier und am Friedrich-Ebert-Platz müsste natürlich langsam gefahren werden. Entlang der Ebertstraße könnte die Strecke entlang der Straßenmitte oder zumindest nördlich der Tiergartenstraße auch separat auf der westlichen Seite geführt werden. Die Straße sollte breit genug sein.

Am Potsdamer Platz soll bis 2021 eine neue Straßenbahnstrecke entstehen, die dort gekreuzt werden würde. Ich habe sie der Verständlichkeit halber angedeutet.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

37 Kommentare zu “B: Potsdamer Platz – HBF

  1. Ich denke, an den Haltestellen ließe sich noch etwas machen. Die an der Seite des Hauptbahnhofs ist ungünstig gelegen und könnte besser etwas südlicher am Washingtonplatz sein.

    Auch würde ich im Bereich des Bundestages zwei Haltestellen befürworten, eine an der Otto-von-Bismarck-Allee und eine auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Zudem muss die Tram doch nicht den Bogen der Straße am Brandenburger Tor mitmachen, sondern könnte direkt am Tor vorbeifahren.

    Auf der Strecke vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz sollte es noch eine Zwischenhaltestelle ungefähr auf halber Streckenlänge geben.

    1. Sind die Haltestellen so okay? Die Kurve am Platz des 18. März habe ich so gelassen, weil ich es nicht günstig fände, wenn die Straßenbahn dort zweimal den Verkehr zur Dorotheenstraße kreuzen müsste. Man könnte natürlich darüber nachdenken, die ganze Ebertstraße dort zu begradigen, aber dadurch würde der Verkehr näher ans Tor rücken, was nicht erwünscht ist.

    1. Das Maximilianeum in München ist von der 19er-Tram sogar komplett eingekreist. Helfen tuts aber eher so mittel… ?

      Mir gefällt die Strecke auf, und versteckt „hinterm Bundestag“ ist die Tram auch den Fernsehkameras nicht im Weg.

      Ein Ende am Hbf fände ich persönlich aber etwas unbefriedigend. Es bietet sich ja eine weitere Führung durchs Europaviertel nach S Wedding, und dann weiter U Nauener Platz – Louise Schroeder Platz – U Franz Neumann Platz, bzw. U Pankstraße – Osloer Straße – S Wollankstraße – Rathaus Pankow an.

        1. Andere Frage: Meinst du, eine Tram direkt vorm Brandenburger Tor vorbei wäre politisch durchsetzbar? Es gibt ja in Berlin schon das eherne Gesetz, dass Unter den Linden keine Schienen liegen dürfen.

          1. Unter den Linden fuhr auch tatsächlich nie eine Straßenbahn. Das hat daher Tradition. Vor dem Brandenburger Tor fuhr sie dagegen bis zur Teilung des Straßenbahnnetzes. Ich fände eine Straßenbahn dort weitaus weniger störend, als die immer wieder dort aufgestellten Bühnen für diverse Events, die man natürlich auch in etwas größerem Abstand aufstellen könnte, damit eine Straßenbahn nicht untebrochen werden müsste. Die wichtigere Schauseite auf das Tor ist ohnehin jene vom Pariser Platz.

              1. Dein Ernst? 😀 Kurz und knapp: Sowohl baulich/technisch als auch denkmalschutz rechtlich nicht machbar. Und sicher auf von vielen nicht gewünscht.

                Abgesehen davon ergibt sich meiner Meinung nach eine großes Problem bei größeren Events am Brandenburger Tor, da die Straßenbahn dann immer ausfallen müsste. Ein Umleiten ist ja nicht möglich bzw. nur als SEV.

                Ich würde daher wenn überhaupt eine Führung über die Luisen- und Wilhelmstraße bevorzugen.

    2. Ich sag nur Wien, Thorben. Da fahren, lass mich kurz nachdenken… Vier Trams halten am Burgring (Hofburg, Bundespräsidentensitz), dreieinhalb (eine nur in FR Nord) am Parlament (und das nicht erst seitdem es renoviert wird) und drei am Rathaus Wien. Finde ich sehr gut, das zeigt Volksnähe und Mut. Auch wenn es, wie bei Zeru eher nicht so hilft… Athene schaut auch weg, mag auch ein Grund sein aber das herumgestreite kann man der auch nicht antun. 😉

      Nein, ist eine gute Idee, die Du da hast, Ulrich. Berlin hätte das denke ich recht dringend not, ich würde das Tram jedoch eher vor dem Paul-Löbe-Haus halten lassen. Da ist dann der Umstieg zur U-Bahn Haltestelle U-Bundestag auch einfacher zu bewerkstelligen.

    1. Dann muss der Verkehr natürlich umgeleitet werden, wie auch bei Demonstrationen usw. Dazu kann dann die Schleife am HBF genutzt werden. Ich hoffe, dass für solche Fälle auch irgendwo in der Umegbung des Potsdamer Platzes eine Wendeschleife entstehen wird. Notfalls würden Verbindungskurven aber genügen, um für Umleitungsmöglichkeiten zu sorgen.

  2. Es gibt bereits Tunnel vom Hbf zum Bf Potsdamer Platz, sowie vom Hbf und vom Bf Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor, wozu noch eine Straßenbahnlinie, die dann mit dem Individualverkehr konkurrieren muss?!?

    1. Der ÖPNV soll ja eine Konkurrenz zum IV bieten, damit möglichst viele Leute umsteigen! Die Tunnels, die dort schon vorhanden sind, wären außerdem nicht geeignet den M41er zu ersetzen.

      Da diese Straßenbahnstrecke zudem fast überall einen eigenen Bahnkörper bekommen könnte, wäre sie ein zuverlässiges leistungsfähiges Angebot. Einzig im Friedrich-List-Ufer müsste die sich den Platz mit dem IV teilen, doch dort war auch vor Beginn des S-Bahnbaus nie viel Verkehr.

  3. Ich stell mir gerade vor wie ich vor dem Brandenburger Tor stehe, es photographieren will, aber so eine Oberleitung quer durchs Bild geht. Änliches gilt für Reichstag, Bundeskanzleramt und das Denkmal für die ermordeten Juden. Die Auswirkungen auf das Stadtbild sind erheblich. Dazu läuft es auf weiten Teilen auf der Linie, die die deutsche Teilung im Herzen der Stadt markiert.

    Zudem bezweifle ich den Nutzen:
    1. Bundestag/Paul Löbe Haus: Wird von Linie U5/U55 bedient.
    2. Jakob Kaiser Haus: Da ist nichts. Ein paar wenige verlaufene Touristen und Abgeordnete
    3. Brandenburger Tor: Ebenfalls U55/U5
    4. Denkmal für die ermordeten Juden: Da sind ein paar Touristen, die gerade vom Brandenburger Tor kommen, also keine eigene Station brauchen und Landesvertretungen
    5. Potsdamer Platz: Da ist schon sehr viel Nahverkehr U2/S21/Regionalbahn

    Zusammengefasst: Das Stadtbild und die Geschichte wird in der empfindlichsten Stelle gestört und das Gebiet ist spätestens mit U5/S21 sehr gut erschlossen.

    1. Na und? Die Straßenbahn fuhr bereits vor dem Brandenburger Tor und die meisten Touris fotografieren es eh vom Pariser Platz aus. Du vergisst die vielen Mitarbeiter des Bundestags, da ist schon eine Menge los.

      1. Und die Mitarbeiter können nicht mit der U5 fahren?

        Früher gab es auch kein Bundeskanzleramt und keine Berliner Mauer. Auf über einem Kilometer fährst du direkt auf dem Streifen, der die Berliner Mauer markiert. Früher gab es auch für die Straße des 17. Juni einen Straßenbahntunnel.
        Wäre mal schön, wenn du den verkehrlichen Nutzen erklärst, der den Eingriff in das Regierungsviertel rechtfertigt.

        1. Können schon, wenn sie aus Richtung Osten kommen.

          Das Kanzleramt ist neu, die Mauer ist Geschichte und spielt für die Berliner Verkehrsplanung glücklicherweise keine Rolle mehr.

          Es gab keinen Straßenbahntunnel am 17. Juni!

          Der verkehrliche Nutzen liegt doch auf der Hand und mit dem M41er heute schon einen gut genutzten „Vorlaufbetrieb“.

          1. Die ermordeten Juden sind auch Vergangenheit also kann man das Denkmal ja abreißen und einen Bahnhof hinbauen?
            Berlin ist geprägt von der Geschichte und man würde die Mauer nicht auf den Boden malen, wenn sie keine Rolle spielen würde.

            Gut der Tunnel war unter den Linden, was aber die gleiche Sichtachse ist.
            Du weißt schon, dass gerade in dieser Gegend zwei Großbauprojekte laufen? S21 U5
            Wenn die Straßenbahn mit Schrittgeschwindigkeit über den Platz der Republik fährt kann ich in die S21 zum Potsdamer Platz einsteigen und bin mit Umsteigen schneller da.

        2. Wieso soll dir eigentlich „Der Piefke“ den verkehrlichen Nutzen meines Vorschlags erklären? Okay, er hat es sogar getan. Dank, an ihn.

          Die U5 wird ganz woanders hinfahren. Ich kann nichts schlimmes daran finden, wenn an einer Stelle, an der eine Schnellbahn in einer Richtung fährt, noch eine Straßenbahn hinzu kommt, die eine ganz andere Relation bedient.

          Zwischen Reichstag und Potsdamr Platz fahre ich auch nicht „auf dem Streifen, der die Berliner Mauer markiert“, sondern entlang der Ebertstraße. Dort verlief zwar die Mauer, aber der markierende Streifen ist gerade zwei Pflastersteien breit. Dieser Streifen genügt nicht, um darauf eine Straßenbahn unterzubringen. Außerdem lag die Ebertstraße komplett in Ost-Berlin, die Grenze war an deren westlichem Straßenrand. Dort führe ich die Trasse nicht entlang.

          1. Ich dachte, dass ich in meinem ersten Kommentar erklärt habe, dass die Relation sehr wohl bedient wird. Ziel des ÖPNVs ist nicht jede mögliche Realation mit Direktverbindungen abzudecken und dadurch das Stadtbild mit Gleisen und Oberleitungen zuzukleistern.
            Lieber hat man da auf der U5/S21 einen höheren Takt und läuft mal 5min.

    2. Wenn du das Brandenburger Tor fotografieren willst, würde ich empfehlen, das von vorne zu tun, also vom Pariser Platz aus. Willst du die Quadriga von hinten sehen? Auch am Reichstag bliebe die Vorderfront unberührt, da die Strecke auf der Rückseite entlang führt. Das Bundeskanzleramt läge zudem weit genug von der Strecke ab, um es ohne die Oberleitungen fotografieren zu können. Das gleiche gillt für das Paul-Löbe-Haus.

      Deine Einschätzung, dass an den verschiedenen Haltestellen nichts los ist, teile ich überhaupt nicht. Auch Toristen kommen durchaus als Fahrgäste in Frage. Außerdem soll die Strecke nicht der Erschließung des Tiergartens dienen, sondern der Verbindung von Kreuzberg mit dem HBF, von Moabit mit dem Potsdamer Platz, von Kreuzberg mit Moabit. Das bietet keine U5, keine U2 und keine S21.

      Dem Holocaustdenkmal können die Oberleitungen schon desdhal nicht im Weg sein, weil es sich kaum in die Luft erstreckt, sondern vor allem nach unten. Man geht in das Denkmal hinunter. Warst du dort schonmal? Um die Oberleitungen dieser Straßenbahn davor zu fotografieren, müsste man vermutlich auf einen Baum klettern.

      Die Geschichte kann man nicht stören, man kann sie nur fortsetzen. Möchte man aber zur wünschenswerten Wiederherstellung eines historischen Zustands kommen, muss in der Ebertstraße wieder, wie einst, die Straßenbahn fahren. U5 und S21 bieten keine Verbindung von Moabit nach Kreuzberg.

    3. Absolute Zustimmung. Das Gebiet ist mit U5(5) und in Zukunft der S21 vollkommen erschlossen. Viel Potenzial ist in der Gegend auch nicht außer ein paar Touris, die da rumlaufen oder mit Bussen rumfahren. Sieht man ja schon an der mäßigen Auslastung der Kanzler-U-Bahn. Und dann für die Straßenbahn da alles aufreißen, lohnt sich kein bisschen. Zumal man auch mal 500m laufen kann. Das ist bestimmt schneller als erst zur Straßenbahnhaltestelle, da auf die nächste Bahn zu warten, eine oder zwei Stationen zu fahren und dann nochmal weiter zu Fuß. Günstiger und sportlicher ist es sowieso. Außerdem führt die Strecke über den Beginn der Fanmeile. Auch die Brücke über die Spree sowie die Fortführungen am Hbf und am Kanzleramt halte ich für sehr kritisch. Ich glaube nicht, dass man da alle Stadtplanungskonzepte über den Haufen wirft.

  4. Oh man, jetzt ist die Mauer schon auf den Boden gemalt und Unter den Linden und der 17. Juni die gleiche Sichtachse…

    Selbst die Auslastung der Stummel-U55 muss schon herhalten, das neue Stadtquartier am Hauptbahnhof dagegen wird unter den Tisch fallen gelassen. Die (durchaus verlegbare oder um ein paar Meter verkürzbare) Fanmeile ist alle zwei Jahre für knappe vier Wochen. Soll der Berliner ÖPNV wirklich an solchen Veranstaltungen scheitern?

    Zum Holocaustmahnmal hat Ulrich bereits alles gesagt.

    Ich sehe wegen der Sicherheitsbedenken auch keine Straßenbahn dort, einen hohen verkehrlichen Nutzen hätte sie aber allemal!

  5. Wie wärs mit einer Unterquerung von Unter den Linden und Scheidemannstraße, um bei Demos, Veranstaltungen, etc. nicht immer unterbrechen zu müssen? Und dann vielleicht auch am Hauptbahnhof vorbei und direkt über Alt-Moabit zur Turmstraße, dann könnte Moabit – Potsdamer Platz, Neukölln, Kreuzberg deutlich beschleunigt werden. Und man macht sich keine Konkurrenz zu Hauptbahnhof – Potsdamer Platz 🙂

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen