Kassel: Straßenbahnanbindung Hauptbahnhof

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Beschreibung des Vorschlags

Seit dem Bau der Regiotram ist der Hauptbahnhof vom Kasseler Straßenbahnnetz abgeschnitten. Mit dem vorhandenen Gleisnetz könnte er lediglich durch Radiallinien bedient werden, die am Polizeipräsidium (entspricht Hauptbahnhof Nord) beginnen/enden. Mit der vorgeschlagenen Neubaustrecke könnte die nahe dem Hauptbahnhof verkehrende Linie 7 über den Hauptbahnhof umgeleitet werden und ihn so mit dem (kommunalen) Straßenbahnnetz verknüpfen.

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17 Kommentare zu “Kassel: Straßenbahnanbindung Hauptbahnhof

  1. Der Effekt wäre, dass am Scheidemannplatz die Linie 7 (aus dem Mischverkehr kommend) in die Tramtrasse aus dem Regiotramtunnel einfädeln muss, das ist betrieblich nicht unproblematisch. Ich halte den Bau deiner Spange auch nicht für nötig, da der eh nur noch sekundär wichtige Hbf auf den meisten Radialen durch die Regiotram erreichbar ist. Auf den Radialen, wo das nicht gegeben ist (z.b Lehrfelden) können Verstärker eingerichtet werden, die in der Schleife Ottostraße/Polizieipräsidium wenden.

    Grundlegender: Kassel ist eine Stadt, wo das Primat „alles über den Hauptbahnhof“ nicht unbedingt gelten muss.

      1. Ist das eine offizielle Planung? Ich lese das aus den Wiki-Artikeln nicht heraus. Der Begriff „Kulturbahnhof“ ist ja eher ein Nachfolgebetriebskonzept, um in der documenta-Stadt Kassel irgendetwas sinnvolles mit dem nun für Regiotrams und die Handvoll Regionalbahnen völlig überdimensionierten Kopfbahnhof anzufangen.

        Kassel-Wilhelmshöhe ist als der Fernhalt schon längt Kassels primärer Bahnhof. Aber wozu eine Umbenennung? Der Status des Bahnhofes „Kassel-Wilhelmshöhe“ ist hinlänglich bekannt, da sehe ich keine Gefahr für Verwirrung. (Ist ja nicht wie in Jena: fünf Bahnhalte, kein einziger ist ein „Hauptbahnhof“.)

        1. Also eine Umbenennung von Kassel Hauptbahnhof in Kassel Kulturbahnhof oder Kassel Zentrumsbahnhof fände ich gut. Für Fahrgäste von sehr weit weg könnte es immernoch verwirrend wirken und es passt auch einfach nicht mehr. Eine Umbenannung von Kassel-Wilhelmshöhe lehne ich ab, da das für unnötig Verwirrung sorgen würde und weil der Bahnhof auch einfach so weit weg vom Zentrum liegt.

          1. Und direkt darunter gibts Quellenkritik. Das aktuelleste Material zu dem Thema beim schnellen Googlen stammt auch aus dem Jahre 2009.

            Wie gesagt, „Kassel-Wilhelmshöhe“ ist inzwischen eine bekannte Marke und kann so bleiben. Kassel Hauptbahnhof erfüllt, da hat Thorben schon recht, eigentlich nicht mehr die Vorraussetzungen für den Premium-Betriebsnahmen. Kann man umbenennen, „Stadtbahnhof“, „Zentrumsbahnhof“, was auch immer. „Kulturbahnhof“ vielleicht besser nicht, wenn man die Idee hinter dem Namen nicht kennt versteht das kein Mensch – und eine lokalgegraphische Bezeichnung ist es auch nicht.

            1. Besser fände ich den Namen Kassel-Mitte. Einen „Zentrumsbahnhof“ gibt es sonst nirgends, diese Bezeichnung wäre völlig unüblich. Der Name „Hauptbahnhof“ ist aber tatsächlich ungeeignet. Ich erinnere daran, dass vor 2006 am Berliner HBF nur die S-Bahn hielt. Der Fernbahnhof war noch nicht fertig, der S-Bahnhof war es jedoch. Taxifahrer konnten damals davon berichten, dass immer wieder Touristen zum Hauptbahnhof wollten, in der Erwartung dort Fernzüge zu finden. Ich könnte mir vorstellen, dass das in Kassel auch passiert, wobei dort allerdings weniger Touristen sein dürften, als in Berlin.

              1. Ja, den Namen Kassel Mitte oder Kassel-Zentrum für den derzeitigen Hauptbahnhof fände ich gut. Den Namen Kassel Hauptbahnhof würde ja eher ein anderer Bahnhof verdienen, nämlich der heutige Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.

                1. Genau, wobei ich den Bahnhof Wilhelmshöhe nicht in Hauptbahnhof umbenennen würde, weil das dann erneut für Verwirrung sorgt. Nebenbei ist das auch schon ein Hinweis auf die größte Sehenswürdigkeit in Kassel, den Bergpark Wilhelmshöhe.

                  1. Also in Solingen hatte man den Alten Hauptbahnhof durch die neuen Bahnhöfe Mitte und Grünewald ersetzt und gleichzeitig den schon immer bedeutenderen Bahnhof Solingen-Ohligs in Solingen Hbf umbenannt. Der Bahnhof Solingen-Ohligs ist seit Jahrzehnten der einzige Bahnhof, den alle Eisenbahnlinien in Solingen bedienen und auch der einzige mit Fernverkehr, weil er der einzige Bahnhof an Solingens einziger Fernverkehrsstrecke, der Strecke Gruiten-Köln-Deutz ist. Dieselbe Situation wie mit Solingen Hbf (alt) und Solingen-Ohligs hat man ja mit Kassel Hbf (heutiger) und Kassel-Wilhelmshöhe.

  2. Allerdings könnte man überlegen, ob man nicht den Fußweg vom Bahnhof zur Straßenbahnhaltestelle (und damit auch weiter ins Zentrum) attraktiver gestalten kann. Aktuell ist es dort recht laut, im Sommer erdrückend warm und das Areal gleicht einer Asphalt-Beton-Wüste.

  3. Dieser Vorschlag ist vollkommen sinnlos, genauso wie die Idee der Umbenennung. Ich glaube, du kennst die lokalen Gegebenheiten nicht. Kassel kann man eben nicht mit Solingen vergleichen. Solingen Hauptbahnhof lag an einer einzigen Bahnstrecke und wurde stillgelegt, wodurch der Name freiwurde. Kassel Hauptbahnhof als Kopfbahnhof für alle Strecken aus dem Umland (nur die SFS führt vorbei) sollte man aber nicht stilllegen und eine doppelte Umbenennung brächte nichts außer Verwirrung. Er ist immer noch bedeutend für den Bahnverkehr der Region und die Anbindung sollte weiter ausgebaut werden. Es geht doch nicht darum, dass ICEs nur noch über Hauptbahnhöfe fahren. Der Hauptbahnhof in Kassel ist zentrumsnah und wird daher von vielen Fahrgästen im Regionalverkehr genutzt!

    1. Zustimmung, sinnvoller Vorschlag. Meine Meinung: Eine Führung der Linie 7 über den Hauptbahnhof ist wenig sinnvoll, da man mit dieser nicht die Innenstadt erreicht bzw. andere Gebiete/Bezirke, die noch nicht von über den HBF verkehrenden Buslinien erschlossen werden.

      Und wenn überhaupt sollte ein Zick-Zack-Kurs vermieden werden, sprich eine Führung über die Bürgermeister-Brunner-Straße realisiert werden. Aber wie bereits festgestellt: Am HBF fehlt der Bedarf für eine Straßenbahn.

      Übrigens: Der Kasseler HBF wird nach wie vor von mehr Fahrgästen genutzt als Kassel-Wilhelmshöhe (insbesondere durch Pendler).

      1. Das mit den Fahrgästen stimmt für den Nahverkehr. Kassel Hbf. sind über 12.000 Fahrgäste, Kassel-Wilhelmshöhe über 8.000, basierend auf den Zahlen des Nahverkehrsplans vom NVV. Seit der Messung wird sich einiges geändert haben, da jetzt aus Richtung Norden der RE11/17 (Düsseldorf/Hagen) ausschließlich nach Wilhelmshöhe bzw. von dort fährt. Früher war das nur (weitestgehend) bei RE 2 (Erfurt), RE 4 (Korbach) und RE 9 (Halle) der Fall. Ich würde vorschlagen, dass ein Teil dieser Züge in Wilhelmshöhe kopfmacht und dann zum Hauptbahnhof fährt.

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