Reaktivierung Kirchhain – Homberg (Ohm) – Gemünden (Felda)

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Beschreibung des Vorschlags

Mit diesem Vorschlag stelle ich eine einfach Reaktivierung einer Nebenbahn in Mittelhessen vor. Die Trasse ist noch komplett vorhanden und bis vor Homberg sogar im besten Zustand 2009 saniert. In Homberg selbst sind ca. 1500 m Oberbau neu aufzubauen. Auf der Strecke findet sonst nur Güterverkehr statt.

Vorteile:

Anbindung der knapp 7500 Einwohner zählenden Kleinstadt Homberg (Ohm) und der touristisch attraktiven Orte Amöneburg und Schweinsberg so wie der Anschluss mehrerer kleinerer Ortschaften an die Main – Weser – Bahn.

Außerdem erhalten die Haltepunkte zwischen Kirchhain und Marburg bessere und häufigere Anbindung an die Züge in Marburg und Kirchhain.

Kostengünstige Reaktivierung einer Strecke mit gesundem Potential im Pendler – und Ausflugsverkehr.

Nur der Abschnitt bis Homberg Süd und die Haltepunkte müssten neu gebaut werden.

Umsetzung:

STÜNDLICH *sollte sich eine RB (optimal wäre anfangs eine 642 der KHB)auf den Weg nach Marburg machen und in Kirchhain Anschluss an den RE 30 nach Kassel bieten. Um den Tourismus anzukurbeln sollte auch am Wochenende mindestens bis zum Nachmittag ein 2 Stundentakt herrschen. Ob es Verstärker bspw. für den Schülerverkehr benötigt ist zu prüfen.

In Marburg sollte dann jeweils kurz nach einem Zug aus Frankfurter Richtung Abfahrt gen Homberg sein. In Kirchhain müsste dann kurz zuvor ein Zug aus Kassel gekommen sein, um die Strecke attraktiver auch für Pendler und Touristen aus und nach Nordhessen zu gestalten.

Möglichkeiten:

weiterer Neuaufbau bis Gemünden (Felda) um an die Strecke Richtung Alsfeld/Gießen anzubinden und so gesamt Mittelhessen besser miteinander zu erschließen. Hier sind aber alle Schienen abgetragen.

EDIT:

Trasse bis Gemünden (Felda) ist gezeichnet und die in den Kommentaren vorgeschlagene Durchbindung bis Fulda ist betrieblich möglich. Neuer Bahnhof in Nieder – Gemünden ist eingezeichnet. Aufgabe des bestehenden Bahnhofs ist zu überprüfen.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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16 Kommentare zu “Reaktivierung Kirchhain – Homberg (Ohm) – Gemünden (Felda)

  1. Diese Idee gefällt mir sehr gut. Jedoch würde ich für den Beginn nicht einen Zweistundentakt anstreben, sondern direkt einen Stundentakt, da dieses Angebot wahrscheinlich besser angenommen wird und man bei einem Zweistundentakt die Linie mangels Nachfrage direkt wieder einstellen würde.

    Weiter sollte in Zukunft eine Fortführung der Linie nach Fulda in Angriff genommen werden, um eine gute Querverbindung anzubieten.

    1. Ok verstehe was du meinst.

      Wie wärs damit?

      Man fängt erstmal mit einem Probebetrieb an, da braucht man Null Euro Investitionskosten und hält einfach so, dass sich die Haltepunkte gut im Ort erreichen lassen. Das vielleicht im 2Stundentakt?

      Wenn das Angebot positiv angenommen wird, dann baut man die Strecke aus und macht sie fit für einen barrierefreien (doppeldeutig 😉 ) Stundentakt.

      Die Weiterführung kann vielleicht auch nach Fulda erweitert werden, ist aber fraglich was mit dem RB Richtung Gießen passiert. Das wäre schon eine Verdopplung des Angebots zwischen Gemünden und Fulda.

      Was hälst du davon einige Züge in Kirchhain zu wenden und nach Kassel zu schicken? Dort gibt es noch Haltestellen die nur alle 2 Stunden bedient werden. Außerdem sollte Kassel für diese Orte noch als Oberzentrum interessant sein.

      1. Mir gefällt diese Idee. Ich halte es aber nicht für nötig die Strecke über den alten Bahnhof von Homberg (Ohm) hinaus zu führen, wenn man die Strecke nicht bis zur Vogelsbergbahn verlängert.

        Allerdings bezweifle ich, dass diese Strecke wirklich genügend Fahrgäste finden würde. Zum Einen verteilen sich die ca. 7400 Einwohner von Homberg (Ohm) auf ein recht großes Stadtgebiet, das über die Kernstadt deutlich hinaus geht. Es bleiben etwa 5000 Einwohner, die erreichbar wären.

        Zum anderen führt der Weg nach Marburg über einen Umweg und endet deutlich vor dem Stadtzentrum, da die Bahnhöfe in Marburg recht ungünstig liegen. Mit dem Auto wäre man also immer schneller und mit weniger Fußwegen am Ziel, da die Parkplätze näher an der Altstadt liegen, als die Bahnhöfe.

        Ich sehe daher nur einen Weg zur Reaktivierung dieser Strecke, nämlich die Herstellung einer Verbindung von Fulda nach Marburg, an der Homberg dann liegen würde. Natürlich müsste dazu die Anbindung in Gemünden zur anderen Seite als früher, also nach Osten erfolgen. Außerdem müssten die Züge aus Fulda in Gemünden geflügelt werden. Dazu wäre ein neuer Halt an der Beunegasse in Nieder-Gemünden einzurichten, wo die Züge geteilt bzw. vereinigt werden würden.

      2. Okay, deine Ideen für den Start hören sich ganz gut an. Allerdings kann es sein, dass das Angebot gerade wegen dem Zweistundentakt nicht angenommen wird.

        Wie Ulich schon sagte, wäre es gut die Züge aus Fulda zu flügeln.

        Von der Wende in Kirchheim halte ich nicht viel. Kassel ist doch noch recht weit entfernt und da lohnt es sich nicht die Züge so lange unter Fahrdraht dieseln zu lassen.

            1. Richtig. Jetzt würde nur noch ein günstiger Endpunkt in Marburg fehlen. Die Lage der Bahnhöfe dort ist wirklich miserabel, entweder weit nördlich oder weit südlich der Altstadt.

              Am liebsten würde ich dort einen Abzweig von der Hauptstrecke vorschlagen, der südlich des Bahnhofs Marburg durch den Ludwig-Schüler-Park, die B3 und die Lahn kreuzend, vor der Luisa-Haeuser-Brücke enden würde, doch die Eingriffe in die Grünanlagen wären wohl kaum durchsetzbar.

              1. Man könnte zumindest den Schülern entgegenkommen in dem man ähnlich der anderen KHB Linien, zu den Schulbeginn und -schlusszeiten einen Zug Richtung Marburg Süd fahren lässt wo einige Schulen liegen. Aber mitten auf der Hauptstrecke zu halten und zu wenden ist auch mehr als suboptimal. Mehr ist aber wahrscheinlich nicht drin für so eine RB.

  2. Du schreibst von allen möglichen Anschlüssen in Kirchhain und Marburg. So wünschenswert die auch wären, der Taktverkehr nach Frankfurt und Kassel wird sich kaum an dieser Nebenbahn ausrichten. Was hältst du davon, wenn du dir mal den Deutschland-Takt von Hessen anschaust und guckst, wie dein Zugangebot darein passen könnte? Aufgrund der recht engen Taktung v.a. nach Frankfurt sollte es eigentlich nicht allzu schwer sein, vernünftige Anschlüsse hinzubekommen. Zu bedenken ist auch, dass bis auf den zweistündlichen IC in Kirchhain alle Frankfurter Linien halten, die auch in Marburg halten, sodass sich eventuell gar keine Durchbindung bis Marburg lohnt….

    Soll nur so als Denkanstoß dienen, keine verpflichtende Weisung! 🙂

    1. Eine Durchbindung nach Marburg halte ich für sehr wichtig. So eine Nebenbahn muss wenigstens eine direkte Verbindung in die nächste bedeutende Stadt bieten, wenn man Autofahrer auf die Bahn locken will, und auf dem Land sind fast alle Leute Autofahrer.

      1. Ja meine Meinung.

        Ich glaube der Deutschlandtakt setzt einen falschen Fokus. Nur weils theoretisch möglich ist, braucht es den Takt nicht unbedingt (in dem Maße). Viel mehr Menschen sind auf dieser Strecke davon betroffen pünktlich und angenehm von Homberg nach Marburg zu kommen, als von Homberg zu einem Dorf am anderen Ende der Republik. Das ist alles Schönmalerei, die dort betrieben wird. (Achtung stark subjektive und diskutable Meinung!!!)

        1. Eine Durchbindung nach Marburg ist natürlich sinnvoll. Aber wenn schon 2,5 Züge/Stunde zwischen Kirchhain und Marburg fahren, muss man sich halt überlegen, ob eine Ausweitung auf 3,5 Züge nicht ein bisschen zu viel des Guten wäre. Zu bedenken ist auch, dass für Fahrgäste nach Gießen, Kassel oder Frankfurt eine Durchbindung nach Marburg keinen Vorteil darstellt, da sie eh umsteigen müssen.

          Möglich wäre sonst auch ein Konzept, welches zweistündlich einen Zug Fulda – Kirchhain und zweistündlich Homberg – Marburg vorsieht, bei einem Stundentakt zwischen Gemünden und Kirchhain.

          Aber ich will mich auch nicht komplett querstellen, war nur so ein Hintergedanken, den ich im Kopf hatte.

          1. Gleich dazu: Die von dir beschrieben 2,5 Züge pro Stunde halten aber zur Hälfte nicht an den Unterwegshalten. So kannst du da gleichzeitig einen Halbstundentakt realisieren.

            Aber wenn schon 2,5 Züge/Stunde zwischen Kirchhain und Marburg fahren, muss man sich halt überlegen, ob eine Ausweitung auf 3,5 

            Wenn du schon so viel auf den Deutschlandtakt hinweist, könnte man hier auch so konsequent sein und mal schauen wie viel mehr Verbindungen 2030 hier geplant sind. (Außerdem sind mir nur 2 pro Stunde bekannt mit dem Re 30/98 und der RB 41, die auch noch 10 Minuten nacheinander fahren. Da scheint mir schon Raum für mehr)

            Möglich wäre sonst auch ein Konzept, welches zweistündlich einen Zug Fulda – Kirchhain und zweistündlich Homberg – Marburg vorsieht, bei einem Stundentakt zwischen Gemünden und Kirchhain.

            Das Konzept erschließt sich mir jedenfalls nicht, weil ich von der durchgehend bestehen Infrastruktur Marburg – Fulda ja quasi kein Gebrauch mache. Aber ob man stündlich Fulda – Marburg brauch das kann man diskutieren. Einen durchgehenden Zuglauf sollte es aber auf jeden Fall geben. Vielleicht kann man in jeder anderen Stunde dann z.B Kirchhain – Alsfeld fahren. Aber das kann ich unmöglich vorausschauen. Diese Ressourcen zur Nachfrage Kalkulation habe ich logischerweise nicht.

             

    2. Du schreibst von allen möglichen Anschlüssen in Kirchhain und Marburg. So wünschenswert die auch wären, der Taktverkehr nach Frankfurt und Kassel wird sich kaum an dieser Nebenbahn ausrichten. 

      Eigentlich ist der Vorschlag so beschrieben, dass sich die RB an den Kassel – Frankfurt Verkehr orientiert, nicht andersrum. Klar die MWB erhält mit einem theoretischen Deutschlandtakt einen massiven Ausbau des Angebots. Das dauert aber wohl noch. Und wie lange der HessenExpress noch auf sich warten lässt weiß ich nicht. Generell bin ich zu dem Entschluss gekommen, erstmal auf Hinweise zum Deutschlandtakt zu verzichten, da er noch zu viele Unklarheiten bringt (Ist aber ein anderes Thema), und noch Jahre bis zur Umsetzung braucht. Sehe dann nicht warum man so lange warten soll, wenn man solche Nebenbahnen später immer noch anders integrieren kann, z.B wie du es vorgeschlagen hast mit einem Zuglauf nur bis Krichhain.

      1. Okay, muss ja auch gar nicht sein. Dachte nur, dass man sich schon mal Gedanken machen könnte, ob die von dir angedachten Anschlüsse überhaupt so möglich sind. Geht natürlich auch nach aktuellem oder 2019er Fahrplan, aber da so eine Reaktivierung ja auch nicht von heute auf morgen was wird, dachte ich der 2030er Fahrplan ein sinnvolles Zielkonzept darstellen, an dem man sich schon heute orientieren kann. Kannst du aber natürlich auch offen lassen.

        1. Verstehe deinen Punkt völlig. Aber wie selbst du schon gesagt hast das beschäftigt uns das vielleicht noch Jahrzehnte.

          Mir ging es hier vor allem um die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur die zu großen Teilen in hervorragender Qualität intakt ist.

          Inwiefern ein solcher Deutschlandtakt so umgesetzt wird ist aus vielen Aspekten eh fraglich, von daher belasse ich es bis jetzt lieber bei den Takten die ich kenne und die voraussichtlich auch erstmal ähnlich erhalten bleiben. Sonst hangele ich mich ja nur noch an Eventualitäten entlang und kann gar keine „Fakten“ präsentieren, falls du verstehst wie ich das meine.

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