KO: SL 1: Rhein – Löhr – HBF – Oberwerth

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Beschreibung des Vorschlags

Koblenz ist mit 113.000 Einwohner eine seit zehn Jahren wachsende Großstadt, die jedoch auf einen Straßenbahnverkehr verzichten muss. Diesen Fehler sollte man beheben

Die hiermit vorgeschlagene  Strecke ist Teil eines Netzes aus fünf Linien:

SL 1: Rhein – Altstadt – Zentrum – HBF – Oberwerth

SL 2: Karthause – HBF – Zentrum – Wallersheim – Urmitz

SL 5: Goldgrube – HBF – Schloss – Altstadt – Lützel – Metternich – Rübenach

SL 6: Moselweiß – Zentrum – Schloss – Pfaffendorf – Pfaffendorfer Höhe – Horchheimer Höhe

SL 7: Rhein – Altstadt – Zentrum – Schloss – Pfaffendorf – Pfaffendorfer Höhe – Asterstein

Die Linie 1 entspricht in etwa der zuletzt betriebenen, 1967 stillgelegten Linie. Durch gewisse Änderungen könnte sie aber den aktuellen Bedingungen angepasst werden.

Sie stellt eine Nord-Süd-Verbindung im Kerngebeit der Stadt dar und verbindet den HBF mit dem Stadtzentrum und dem Rhein, wo sich die Seilbahn zur anderen Rheinseite befindet, die auf jeden Fall erhalten bleiben sollte.

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8 Kommentare zu “KO: SL 1: Rhein – Löhr – HBF – Oberwerth

  1. Wie Lorwo in dem Kommentar zur SL7 bemerkte, ist das Netz ein wenig übedimensioniert. Ich gebe zu, dass die Lage über zwei Flüsse und die topographischen Bedingungen es nicht gerade einfach machen, aber trotzdem müsste man mit 3-4 Linien auskommen können. Man sollte einfach versuchen das wichtigste anzuschließen und den Rest den Bussen zu überlassen, die dann mit der Straßenbahn gut vertaktet werden.

    Diese Linie finde ich als Grundlinie völlig in Ordnung. Sie sollte auch alle 10 Minuten fahren.

    1. Würde ich Lorwos Vorschlag folgen und auf die SL 7 verzichten, wären es ja nur noch vier Linien. Man könnte dann noch die SL 5 um den Abschnitt nach Goldgrube verkürzen und ab dem HBF mit der SL 1 nach Oberwerth verknüpfen. Dann wären es nur noch drei Linien, zum Deutschen Eck führe dann aber nichts und nach Goldgrube auch nicht. Das fände ich schade.

      1. Mein Vorschlag sieht ja vor die 7 in die 6 zu integrieren. So hast du dann auch vier Linien. Bei der 1 und der 5 würde ich alles so belassen.

        Noch eine Frage: Warum siehst du keine Linien 3 und 4 vor? So dachte ich am Anfang erst, dass es tasächlich sieben Linien sind 😀

        1. Mit der Nummerierung habe ich mich einesteils an den historischen Liniennummern orientiert, andererseits aber auch an den aktuellen Buslinien. Die SL 3 fuhr einst von HBF nach Kapellen-Stolzenfels. Dorthin braucht man aber meiner Ansicht nach keine Straßenbahn. Sie dürfte wohl auch hauptsächliuch dem Ausflugsverkehr gedient haben. Die Buslinie 3 fährt heute nach Güls, dorthin habe ich aber keine Straßenbahn vorgesehen. Einzig ihr Abschnitt nach Goldgrube habe ich in das netz integriert, aber mit der Linie nach Metternich verknüpft, wohin schon als Straßenbahn, wie heute als Bus, die Linie 5 fährt. Die SL 4 fuhr einst vom Plan nach Neuendorf. Im Busnetz ist diese Nummer aber heute nicht zu finden. Da ich die Strecke zur Karthause mit jener nach Neuendorf und darüber hinaus zu einer Linie verbunden habe, bot sich dafür die Nr. 2 an, wie sie der heutigen Buslinie entspricht. Eine SL 2 gab es vor dem Krieg vom Schloß über die Mainzer Straße zum Schützenhaus, später auf gleichem Weg wie die Sl 1, die als Verstärkung diente.

          Die Nummern sind also nicht wilkürlich gewählt. 😉

  2. Südlich des Koblenzer Hauptbahnhofes halte ich die Linie für ziemlich überflüssig. Dort fährt allein die Stadtbuslinie 5 im 30min-Takt. Oberwerth hat gerade einmal 1.300 Einwohner! Ich würde daher beim Hauptbahnhof in die Bushaltestelle eine Straßenbahn-Wendeschleife integrieren.

    1. Erstaunlich. Das war die letzte Linie, die noch bis 1967 als Straßenbahn betrieben wurde. Was wäre wohl, wenn man die Straßenbahn modernisiert hätte, statt sie stillzulegen? Würde dann heute die Straßenbahn dorthin auch nur alle 30 min fahren? Nein, das glaube ich nicht! Statt dessen würde sie weitaus mehr Fahrgäste an sich binden, als es der Bus kann. Das nennt man dann Schienenbonus. Das äußerst dürftige und einer Großstadt unwürdige Angebot der Buslinie 5 zeigt überdeutlich, dass man mit Ausdünnungen des Fahrplans keine bessere Auslastung erreichen kann, auch wenn das immer wieder versucht wird. Man könnte den Bus auch stündlich fahren lassen, oder alle zwei Stunden, er wäre gewiss nie überfüllt, weil das Angebot viel zu schlecht wäre, um Fahrgäste anzulocken. Die Leute suchen sich dann andere Möglichkeiten, um ans Ziel zu gelangen, allzu oft das Auto.

      Okay, es heißt, wenn der Bus alle 10 min fährt, lohnt sich eine Straßenbahn. Heißt das aber automatisch sie lohnt sich nicht, wenn der Bus seltener fährt? Würde dort, wo der Bus heute alle 10 min fährt demnächst der Bus nur noch alle 15 min, dann alle 20 min, dann alle 30 min fahren, würden sich nach und nach seine Nutzer andere Wege suchen und fort bleiben. Es wäre deshalb aber nicht falsch eine Straßenbahn auf jener Route zu betreiben, wo der Bus alle 10 min fuhr, denn  das Potenzial wäre vorhanden. Man hätte es nur vergrault.

      Prinzipiell gilt auch, dass sich ein Straßenbahnbetrieb in einer Großstadt rechtfertigen lässt. Das gilt auch dann, wenn in dieser Großstadt alle Buslinien nur im 30-min-Takt betrieben werden, das würde sogar dann gelten, wenn es gar keinen ÖPNV gäbe, weil die potenziellen Fahrgäste vorhanden sein müssten.

      Ich hoffe, ich habe meine Überlegungen Verständlich machen können.

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